Das findet Ihr bei "Rossi checkt":

Irgendwie macht ja alles Spaß, was einen Motor hat und nach Benzin stinkt ;-)

Wir probieren hin und wieder mal andere Dinge aus. Lest hier:

Hoope Park EnduroTrial für Anfänger 1Trial für Anfänger 2 * Auf der Kartbahn * Endurokurs beim ADAC

Rossi checkt...Trial/1

Trial für Anfänger Part 1

Probetraining

Es ist 8:00 Uhr, der Wecker klingelt. Es präsentiert sich ein herrlicher, sonniger Samstag im November. Ein Tag zum Entspannen? Nein!!! Heute ist Trial Tag. Nachdem ich in den vergangenen Wochen ja schon Enduro- und Kartfahren ausprobiert habe, ist heute das Trialfahren dran. Das kennt Ihr, oder? Hierbei geht es darum über Stock und Stein zu fahren. Also sehr große Steine, eher Felsbrocken und ähnliches. Insbesondere auch darum Hindernisse zu überwinden, die man eigentlich nicht mit dem Motorrad überwinden kann.

Wer kommt nur auf solche Ideen?

Das Probetrainng durften wir (also U.Schi und ich) auf dem Trainingsplatz des TSV Bendestorf (ca. 30Km südlich von Hamburg) durchführen, den wir um ca. 10:00 Uhr erreichten.

Ein tolles für den sonstigen Verkehr abgesperrtes Gelände, wo jede Menge Traktorenreifen, Felsblöcke, Baumstämme und sonstiges Zeug im Weg rumlagen (wie unordentlich...). Alles auch noch schön lehmig und verschlammt. Nasser Wald Untergrund, wie ihn Motorradfahrer lieben.


Macht Ihr mal, ich guck mir das an - Was soll denn so ein Unsinn?

 

Da kam auch schon unser Trainer D., ein alter Schulfreund von mir, der sich schon vor vielen Jahren für den Trialsport begeistert hatte und seit dem unermüdlich trainierte.

Dieser öffnete seinen Hänger und holte eine rote 2011er Gasgas mit 250ccm raus. Ein schöner Zweitakter. Das Gerät sah nicht besonders furchteinflössend aus. Relativ klein und schmal, mit einem überschaubaren Einzylinder Motor.

Lustig, da hatten die Konstrukteure doch glatt vergessen einen Sitz anzubauen. Dafür war der „Einstieg“ schön tief und seniorengerecht. Ich bin zwar noch nicht soooo alt, fand ich trotzdem gut....aber wo soll man hier sitzen!? Merke: Trialfahren hat nichts mit gemütlicher Forbewgung zu tun. Das ist Sport!!! Da muss man stehen, damit man sitzenbleibt-äh, besser gesagt nicht umfällt.

Los geht`s

„Rossi mach ma an, die Kiste" so D. unser Trainer.

Jetzt muss ich Euch zu meiner Schande gestehen, dass ich immer Moppeds mit E-Starter gefahren bin und ein absoluter Novize auf dem Gebiet des manuellen Startens von Motorrädern bin. Ich habe nämlich früher die 80er Zeit einfach übersprungen. Egal. Gesagt, getan (lächerlich...250 ccm...).

Blubb, blubb...das war wohl nichts. Zweiter Versuch: Blubb. Also nicht mehr als ein blubb. Das war zu wenig. Es hat mich doch überrascht, wieviel Kraft man aufwenden muss, um so einen dämlichen Kickstarter runter zu treten. Zumindest diesen. Gut das man zum Trialen keine Harleys verwendet, die hätte ich wohl kaum anbekommen. Nach diversen Versuchen und ersten dicken Schweissperlen (und Hilfe von D.) tuckerte die Gurke dann doch endlich los. Schöner Zweitakt-Sound, aber nicht so dünn und kreischend, wie ich es von anderen Masxchinen dieser Art kenne.

Die GasGas

Durch das minimale Gewicht der GasGas (ca. 70 Kg) fühlt man sich eher wie auf einem Fahrrad. Das ist sehr angst befreiend und angenehm. Der ganze Aufbau der Kiste zeigt einem auch, dass man sie ruhig mal umwerfen kann ohne das etwas kaputt geht. Also drauf gestellt und gaaaanz langsam los getuckert. Yeah! Das ging gut. Die GasGas vermittelte mir sofort ein sicheres Gefühl. Enge Kehren, super kleiner Wendekreis, Fahren mit minimalem Gas-Alles kein Problem. Super!

Die Bremsen wirken minimalistisch, greifen aber sofort und sind wie beim großen Motorrad angeordnet. Der Schalthebel hingegen, auch wenn die Kiste über 6 Gänge verfügt, ist für den Laien eher ungünstig angebracht. Er befindet sich nämlich sehr weit vorne, d.h. man muss den Fuß aktiv in diese Richtung bewegen, um schalten zu können. Der Preis für eine Trial Maschine ist auch recht ordentlich und liegt bei ca. 5.000 Euro (als ganz grobe Preisangabe).

Also ich hätte so ein Ding gerne zu Hause. Problem ist da wohl eher die Strassenzulassung, d.h. alle Trialfahrer haben einen Anhänger und bringen ihr Gefährt damit zum Training.

Als Spielzeug hätte ich so ein Trial Bike wirklich gerne.

 

So geht es nächste Woche weiter:

 

Was wir geübt haben, uns beim Training so passiert ist, wie sich U.Schi geschlagen hat und wie der Tag weiter verlief, verrate ich Euch nächste Woche in Teil 2 von Don Rossi testet Trial!

 

Als kleinen Vorgeschmack seht Ihr hier exklusiv:

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Rossi checkt...Trial/2

Trial für Anfänger Part 2

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, die ersten Versuche auf der GasGas. Also so ein Gefährt macht wirklich Spass. Der Motor übernimmt wenig, der eigene Körper viel. Das kostet Kraft, viel Kraft. Ich will ja nicht übertreiben, aber schon das Ankicken und das ständige rumgestehe (ohne Sitzmöglichkeit) auf dem Bock, zieht ganz nebenbei die Energie aus den Oberschenkeln.

Erste Übungen

Klappt schon gang gut - Enge Kurven
Klappt schon gang gut - Enge Kurven

Trainer D. liess U.Schi und mich erstmal ein bisschen rumprobieren. Soweit so gut. Jetzt verlangte er auch noch Übungen von uns. Training. Wie Ihr Euch sicherlich denken könnt sind wir nicht gleich irgendwelche Felsen im 90Grad Winkel hochgefahren und mit lässigen Sprüngen auf alten Ölfässern gelandet. Die harte Anfängerrealität sind anders aus (wie Ihr u.A. auch auf dem Video sehen könnt). Kleine orange Hütchen aufgestellt und Kurven fahren geübt. Hört sich einfach an. Bei mir sah es aus, als ob ich in die Hose gemacht hätte. Wie so`n alter Mehlsack (und eigentlich kann ich mich ganz gut bewegen....) Linkskurve, Körper nach rechts bewegen, Schulterstand parallel zum Lenker und leicht in die Knie. Also ungefähr so. Wer denkt verliert und kippt um oder er bleibt, so wie ich, stehen und springt ab. Geht natürlich auch leicht, weil das Bike nichts wiegt und Mann/Frau es locker halten kann. Das Ganze haben wir ja auch auf dem Rasen gemacht, zur Risikominimierung. Ein bisschen Talentfrage scheint dass "Getraile" allerdings schon zu sein, denn U.Schi die früher Leistungsturnen gemacht hat sah wesentlich eleganter, als der Meister (also ich ;-) ) aus.

Der Körper ist King

Diese kleine Übung zeigte uns aber schon, wo das Wesen des Trialen liegt. Im eigenen Körper und dessen Beherrschung, die mit zunehmendem Alter und Gewicht nicht gerade leichter wird. Das Bike inkl. 250ccm Einzylinder ist hier nur das Hilfsmittel. Gewichtsverlagerung, Ausdauer und Kraft sind hier die Faktoren die an erster Stelle stehen (sage ich jetzt, ein Trial Profi kann Euch da bestimmt präzisere Infos geben).

 

Später sind wir dann noch über den einen oder anderen riesigen Ministein gefahren, haben kleine Hügel und enge Kurven genommen. Ein paar holprige Abfahrten und schlammige Pfade waren auch noch dabei. Alles Andere braucht Zeit. Ich würde vermuten sehr viel Zeit. Wir konnten noch einen 18jährigen Burschen beobachten, der schon seit 12 Jahre Trial fährt. Der konnte eine ganze Menge und das hat er uns gezeigt. Spielerisch die Felskombinationen hoch, hier gesprungen, da ein Stoppie, hier ein Wheelie. Toll und absolut beeindruckend!

Eigentlich ganz einfach!
Eigentlich ganz einfach!

Wheeeeelie!!!

Unser Highlight kam dann aber noch. Wieder zurück auf der Wiese nötigten U.Schi und ich unseren Trainer, ob wir nicht mal versuchen könnten einen Wheelie zu probieren. Das Anlupfen des Vorderrads ist nämlich beim Trial enorm wichtig, um Hindernisse zu überwinden. Absolut schmerzbefreit durften wir sein Mopped für diesen Unsinn verwenden. Ich hatte mir vorher schon ein kleines Technikvideo bei YouTube angesehen. Es war scheinbar das Richtige, denn D. bestätigte unser Vorgehen. Die Vordergabel reindrücken und beim Ausfedern, mit leichter Gewichtverlagerung Gas geben. Wohldosiert. Ungefähr so.

 

Als fleissige Leser habt Ihr ja schon letzte Woche U.Schis ersten Wheelie gesehen. Mag vielleicht lächerlich aussehen, aber bei mir war es ähnlich und das fühlt sich nicht lächerlich an, sondern sehr geil! Das Vorderrad steigt hoch und wenn man das vorher noch nie probiert hat, denkt man dass es einen in Richtung Himmel katapultiert. Gerade wenn man die 10cm Anlupfmarke übertrifft und sich den 75cm nähert wird man ganz kribbelig. Fühlt sich auf jeden Fall toll an und eigentlich hätten wir das noch gerne 10 Stunden geübt.

Warum nennt man mich jetzt eigentlich "Wheelie Wolle"?
Warum nennt man mich jetzt eigentlich "Wheelie Wolle"?

Anstrengend!

Was soll ich sagen? 2,5 Stunden waren rum und wir beide voll kaputt. Da ging nichts mehr. Keine Kraft, keine Kondition, kein Garnichts mehr...Empty.

Dann sollte man aufhören, was wir direkt gemacht haben.

Glücklich und um eine absolut tolle Motorrad-Erfahrung reicher gings nach Hause auf`s Sofa. Noch Tage später erinnerte uns ein deftiger Muskelkater an diesen Samstag.

Fazit

Trial ist ein toller Sport. Ich würde sagen man kann in jedem Alter damit anfangen. Alle die gerne Tricks auf dem Motorrad lernen sind hier richtig. Für jeden Alltagsfahrer bietet Trial eine Option die eigene Fahrkunst enorm zu verbessern, Sicherheit im Strassenverkehr zu erlangen und dem kindlichen Spieltrieb (über Stock und Stein) zu fröhnen. Eine Probetraining möchte ich jedem ans Herz legen. Nachteil ist natürlich schon, dass es die moderneren Maschinen fast ausnahmslos ohne Strassenzulassung gibt (bzw. man damit keine weiteren Strecken fährt). Möchte man diesen Sport betreiben benötigt man eine Trial Maschine und einen Anhänger (inkl. Zugfahrzeug). Das kostet Geld. Bekleidet sind die Sportsfreunde mit einem Jethelm, einer Jacke, fetten Stiefeln und einer Gymnastikhose, die im Zusammenhang mit Motorsport eigentlich ganz lustig aussieht (vlt. ein bisschen superheldenmässig :-) )

 

Uns hat das Trialen wirklich Spass gemacht, jedoch tendieren wir ein bisschen mehr in den Enduro Bereich. Hier wird etwas schneller gefahren und die Motorräder können auch für normale Fahrten verwendet werden.

Auf jeden Fall freuen wir uns auf mehr Wheelies im Wald :-)

 

Oh, vlt. checken wir nächstes Jahr mal eine Wheelie Schule...

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Rossi checkt...Kart

Ralf Schuhmachers Kartcenter

Die Tage werden kürzer, das Mopped steht in der Garage, die Stimmung sinkt...was tun?

Die Aufregeung wächst wir stehen in der Empfangshalle der Ralf Schumacher Kartbahn in Bispingen. Es sieht modern aus. Formel 1 Boliden zieren die Räumlichkeiten Ich muss einen Zettel ausfüllen, in dem ich alle Schuld und Haftung auf mich nehme. Also für alles. Gefühlt für alles was auf der Welt passiert.

 

Egal. Jacke aus, Handschuhe eingesteckt, Helm unter den Arm geklemmt und dem Instructor gefolgt.

"Ist hier einer dabei, der noch nicht Kart gefahren ist?" Von unserer 21 Mann starken Truppe bin ich der Einzige. Na super! Alles Profis. Ein Video wird eingelegt, die Verhaltensregeln erklärt und die Bedeutung der verschiedenen Flaggen, die während des Rennens geschwenkt werden. Kenne ich alle vom Motorradsport. Was mir auffällt ist, dass in jedem gedruckten Dokument und an jedem Schild ein Satz steht:

Menschen mit hohem Blutdruck und Herz- Kreislaufstörungen dürfen nicht Kart fahren!

Los geht`s

Was soll das denn!? Wo ist hier das Kinderparadies? Ich will ins Bällebad. Vielleicht sollte ich doch lieber nur zu gucken!?

 

"Im Rennen vor Euch sind 4 Fahrer ausgestiegen, wenn ihr nicht mehr könnt solltet ihr das auch machen oder eine Pause", so der Mann von der Rennleitung. Also ich meine wer macht denn schon eine Pause in einem Rennen? Hallo!?

Und schon geht es los. Rein in die Halle, ich habe Kart Nr. 18. Helm aufgesetzt Handschuhe angezogen, beim Wiegen Gewichte abgeholt (damit alles gerecht läuft) und rein in die Kiste. Es stinkt nach Gas, damit fahren die kleinen Racer. Das Vehikel vibriert. Ich gebe Gas. Klack aus. Es gibt Starthilfe vom Profi. Das Ding läuft wieder. Die Ampel geht auf grün und wir beginnen unser 10 minütiges Qualifying. Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie mich alle überholen. Drücke jedoch aufs Gas und gebe Stulle. Die Schikanen sind jedoch so eng, dass ich immer wieder die Bremse drücke. Aus purer Angst. Um die Anderen nicht zu behindern fahre ich auch ne ziemlich lässige Linie, diese ist allerdings den Rundenzeiten nicht zuträglich. Ein weiteres Problem ist mein Kart. Beim Gasgeben setzt es erstmal aus und präsentiert ein paar puffende Fehlzündungen. Na vielen Dank. Am Ende vom Qualifying frage ich den Starter, ob das normal sei. Ich habe scheinbar Pech, denn das haben ein paar Kisten, eine davon ist meine.

Time to race!

Ich habe eine spektakuläre Bestzeit und so darf ich in die erste Startreihe. Wusste ichs doch: Rossi #1

Ok, hier wird in umgekehrter Reihenfolge gestartet und ich habe ca. 8 Sekunden Rückstand auf die schnellste Rundenzeit. Die Aufregeung steigt. 20 Minuten Rennen liegen vor mir. Jeder hat seinen Startplatz eingenommen. Die Ampel geht auf rot. 5 Lampen die nacheinander angehen. Blink, blink. Grüüüüüüün! Und ab geht die Luzie. Popp, popp, popp, meine Möhre kommt nicht in die Gänge. Sie steht und ca. 12 Leute fahren an mir vorbei. Traumstart. Jetzt gehts. Erste Kurve rechts, zweite Kurve links und rums!Einer ditscht mich von hinten an, der Zweite dreht mich in der Kurve rum, ich stehe. Muss alle vorbeilassen. Superstart!!! Jetzt versuche ich das Ding so gut es geht zu wenden, was direkt vor der Bande endet. Es dauert ewig bis der Streckenposten mich zurück in die Fahrbahn schiebt.

Nutzen= Null, Zeitaufwand=1 komplette Runde verloren. Na prima!

 

Schön von hinten kann ich jetzt die ganze Sache in Angriff nehmen. Der Spass wird immer größer und ich bekomme langsam Vertrauen in die Kiste, werde aber im Laufe des Rennens trotzdem noch überrundet. Liegt einfach daran, dass ich zu lahm bin. Linie und Bremspunkt sind ganz ok, nur dass ich im Grunde nicht immer voll in die Eisen steigen sollte, sondern einfach nur ein bisschen langsamer werden müsste schnalle ich erst nach dem Rennen. Ok, das muss man aber wirklich erst lernen. Gegen Ende des Rennens bin ich einigermassen drin in der ganzen Geschichte. Es passiert ein kleines Wunder. Ich überhole. Das ist das einzige Mal, auch wenn ich mich gegen Ende immer mal wieder bei einem der besseren Fahrer ans Heck klemmen kann.

Zielflagge

Da kommt sie, die schwarz weiss karierte Flagge. Ich fühle mich wie Schumi himself und bin froh, dass ich die Veranstaltung ohne weitere Dreher und Verletzungen überstanden habe. Ich steige aus dem Kart und merke, daß ich kaum noch gehen kann. Boa. Das war wirklich anstrengend. Später im Lokal der Kartbahn kann ich kaum noch meinen Halben stemmen und bin kurz davor die Kellnerin um einen Strohhalöm zu bittten. Die Auswertung ergibt, daß meine Rundenzeit 6 Sekunden schneller im Rennen, als im Qualifying war und meine beste Runde 3,8 Sekunden langsamer ist, als die vom Sieger.

An irgendwas muss man sich ja festhalten ;-)

Meine Gegenern kann ich sagen: " Zieht Euch warm an! Das nächste Rennen steht unter dem Motto Rossis Rache - Part 1."

 

 

Falls Ihr selbst mal Lust habt: Die Bahn in Bispingen finde ich toll und sehr gepflegt. Der Bodenbelag ist sehr gut (eben ohne Wellen). Die Karts kann ich nicht beurteilen (machten aber einen modernen Eindruck),

1A Rennfeeling durch Ampeln, Flaggen, Streckenpoten & CO, Ausdruck mit Rundenzeiten und Platzierungen.

30 Minuten koten ca. 40 Euro; Helm kann man mitbringen oder leihen. Die Restauration macht leckeres Essen und zapft gutes Bier.

 

http://www.rs-kartcenter.de

 

Schumacher's Motodrom GmbH

Horstfeldweg 5

D-29646 Bispingen

Fazit

Kartfahren ist eine echt geile Sache, die aber auch Geschick und Konzentration erfordert. Körperliche Fitness ist von Vorteil, vielleicht sogar nötig. Das Ganze kann man auch nur im Racing Modus machen.Wem das nicht gefällt sollte lieber Auto Scooter fahren.

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Rossi checkt...Enduro / KTM Freeride

KTM Freeride - ADAC Enduro Training

Ich muss mich zügeln damit ich nicht ausflippe! Eigentlich geht es gar nicht nur um die KTM Freeride, sondern auch um das Offroad fahren. Ich habe nämlich meine erste Enduroerfahrung gemacht und an einem 3,5 stündigen Anfängerkurs beim ADAC in Lüneburg teilgenommen. U. Schi war auch dabei. Der ADAC stellt für diesen Kurs jedem Teilnehmer eine KTM Freeride 350 zur Verfügung. Ein absolut geiles Mopped, das mit ca. 100Kg Gewicht auskommt und so leicht im Gelände zu bewegen ist. Ich bin natürlich keine Experte im Bereich Cross-Maschinen, aber wenn man als Anfänger so abgeht, muß das Motorrad wirklich gut sein, oder?

Alle technischen Infos bekommt Ihr auf der KTM Webseite die ich unten verlinkt habe.

 

Die Aufregung war natürlich groß, als wir am Sonntag Morgen in Lüneburg eintrafen und die Maschinen bei bestem Oktoberwetter in Reihe und Glied aufgestellt auf uns warteten. U.Schi hatte ordentlich Angst, dass Sie nur ca. 1 Minute an dem Training teilnehmen könnte.

1,67 Frau trifft auf Sitzhöhe 915mm = Angst!

Der Instructor vom ADAC kannte jedoch dieses Problem und konnte U.Schi schnell beruhigen. Die Dinger federn a) ziemlich stark ein und b) kann man das Ganze aufgrund des Gewichtes gut mit einem Bein am Boden stabil halten. Da liegt der Oberschenkel halt ein bisschen auf der Sitzbank, na und!? Um es vorweg zu nehmen: Auch für U.Schi verlief der Tag gefüllt mit Begeisterungstürmen. Sie legte sich und die Freeride nicht einmal hin. Richtig gut gemacht!

Die KTM 350 Freeride - Ein geiles Gefährt
Das stehen sie bereit!

Nach einer Einführung durch den Instructor tuckerten wir los. Klingt schon gut so ne Freeride mit Ihrem einen Zylinder. Der ADAC verfügt glücklicherweise über ein superGelände mit vielen kleinen und größeren Hügeln, Schotter, Sand, Wald und einigen Trial Prüfungsaufbauten (Reifen, Treppen etc). Wir begannen auf einer "sandigen Wiese". Im Stehen fahren (kenne ich von meiner Transalp), kleine Kreise/Achten drehen (Blickführung) und Bremsübungen. Das Rondell erinnerte schon fast an einen Dirt Track Rundkurs. Wow, das machte schon richtig Spass. Gas aufdrehen, linkes Bein nach vorne und dann rein in die Kurve. Vollgas und zwuuuusch voll in die Hinterradbremse getreten zum Abschluss mit einem schönen Drift zum Stehen gekommen.

Einige von Euch werden sich erinnern: Das haben wir früher mit dem Fahrrad gemacht. Gutes Körpergefühl!

Nachdem wir uns mit der Maschine vertraut gemacht hatten ging es auch schon los. Kleine Hügel, große Hügel, steile Anfahrten, sehr steinige Abfahrten, Waldanteile, Graswege, Treppen, Sand etc. - Alles was dem Anfänger freude bereit und die Knie zittern lässt.

Der Instructor wählte allerdings immer ein gutes Tempo, schliesslich musste er auch 8 Offroad Luschen unter einen Hut bringen. Die Gruppe war ziemlich gemischt, jeder konnte jedoch sein eigenes Tempo wählen.

Nach ca. 3,5 Stunden war der Spass vorbei und ich habe auch Tage später noch ein Grinsen im Gesicht. U.Schi sagt morgens immer: "Ich hab schon wieder vom Crossen geträumt!"

Freeride 350 von KTM
"Meine" Freeride - Startnummer 139

Man darf jedoch nicht unterschlagen, dass diese Art eine Motorrad zu bewegen wirklich sehr, sehr anstrengend ist. Ich war komplett nass geschwitzt, hatte Schmerzen (hier und da und überall) und war so erschöpft, dass ich sofort nach dem Training hätte einschlafen können. Eine ordentliche Fitness und ein einigermassen intaktes Körpergefühl (Gleichgewichtssinn) sollte man also schon mitbringen.

 

Ich für meinen Teil habe meinen Liebelingsmotorsport gefunden. Nicht zu schnell, viel Geschicklichkleit, teilweise auch Mut gepaart mit körperliche Anstrengung durch das Bewegen aller Muskeln und Konzentration. Volles Programm!

 

Zur KTM Freeride 350: Ein absolut genialer Bock!

23 PS, die dicke ausreichen, 100Kg Gewicht, schöne Optik, guter Sound und wahrscheinlich im Offroad Bereich in jedem Gelände einsetzbar. Mit der Kupplung kann man gut spielen, der Anzug auf der Geraden ist auch völlig ok. Hallo KTM - Gib mir eine!

Fazit

Wenn ihr nie Offroad gefahren seid - Holt es nach! Es ist eine tolle Erfahrung, die euch auch im alltäglichen Motorradfahrer Leben zu gute kommen wird!

 

Ich spare jetzt auf eine Crossmaschine, denn ich will mehr davon!

 

Das Training beim ADAC war super. Das Gelände sehr abwechslungsreich und anfängergerecht. Man konnte immer einen einfachen Weg wählen und musste nie mehr Risiko gehen, als man bereit war.

Die 99,- Euro inkl. Motorrad für 3,5 Stunden Trainng empfanden wir als absolut gerechtfertigt. Mehr Infos:

 

http://fsz-lueneburg.de

 

http://www.ktm.com/de/freeride/freeride-350/highlights.html

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