Uelzen im September

Ein Wochenende in der Heide

Hundertwasser Bahnhof in uelzen

Ah ja, ich wollte noch kurz von unserem Ausflug nach Uelzen berichten...

 

Es war noch ein richtig schönes Septemberwochenende angegkündigt und ich vermutete, dass dies wohl das letzte für 2016 sei (war es dann ja glücklicherweise nicht....).

Uelzen wurde ja schon von diversen Enduristen als kleines Paradies angepriesen und liegt nur ca. 90Km von uns entfernt. Ausserdem gibt es dort den Uhlenköper Ring, den wir uns mal ansehen wollten.

 

Eine Recherche ergab, dass alle Hotels, Pensionen und Privatunterkünfte für unseren Geschmack zu teuer waren. Glücklicherweise stolperte ich über den örtlichen Campingplatz, der Übernachtungen in Schlaftonnen anbietet. Das klang gut. Lustigerweise heisst der Platz auch noch Uhlenköper Camp, was ja die Vermutung nahe legt, dass sich in direkter Nachbarschaft der Uhlenköper Ring befindet. Dies vorweg: weit gefehlt!
Um zum Ring zu gelangen muss man noch mal locker 20Km fahren...

Den Campingplatz findet ihr hier: http://uhlenkoeper-camp.de/

Schlaftonne auf dem Camping in Uelzen

Unspektakulär cruisten wir über Landstrassen nach Uelzen. Erste Überraschung: im Umkreis von 20Km heißt alles Uelzen, es scheint 789 Ortsteile zu geben. Egal, navigationsgesteuert gelangten wir schnell zum Camp.

Ein tolles Teil, mit Naturfreibad, fairen Preisen, viel öko und gemütlichen Schlaftonnen. Das sieht man glaube ich auf dem Foto ganz gut!?

 

 

"...und rein inne Südheide"

Kurz das Gepäck abgeladen und los ging die Tour. Die Recherche im Internet ergab leider keine ausreichend guten Infos oder GPS Daten, so dass wir halt die Gegend erkunden mussten. Das ist auf der einen Seite toll, weil man wirklich entdecken kann, auf der anderen Seite fährt man halt auch viel ins „Leere“.

 

Unsere Tour sah im Groben so aus: Uelzen – Suderburg – Hösseringen (dort auf den Aussichtsturm - Suderburger Land) -  weiter nach Steinhorst und mitten durchs Land auf kleinen Stassen zurück nach Uelzen.

 

Der Aussichtsturm: http://www.suderburg.de/tourismus/aussichtsturm.htm

Highlight der Tour war für unsere erste Furtdurchfahrt in Steinhorst. Der Hammer! So etwas Geiles! Wenn man das noch nie gemacht hat, weiß man ja auch gar nicht, ob man da überhaupt durchkommt. Volle Möhre reingetuckert, Klamotten nass und Spaß gehabt!


Zum Rest der Tour kann ich sagen, dass ihr bei einem Blick auf die Karte ganz viel grün seht. In diesem Grün gilt es nun die befahrbaren Waldwege zu finden. Und auch hier ist vieles nicht erlaubt. Weg sehen, reinfahren und schauen, ob der irgendwo hinführt.
Eine andere Möglichkeit hat man zunächst nicht. Ist also auch Glücksache, wie schön die Tour tatsächlich wird.

Honda s CRF250L - Das Furtenmonster

Die Adams Family - The fear of the Heide

Schlechte Wegstrecke in Uelzen

Ein geiles Erlebnis am Rande: Wir fahren in einen Waldweg (selbstverständlich erlaubt) und stellen nach einigen hundert Metern fest, dass der Weg auf einem Feld endet. Was machen wir? Natürlich wenden. Auf einmal wird uns der Rückweg durch eine Schranke versperrt.
Die Adams Family aus Uelzen hat sich platziert: Die schwarze Hexe, Oppa im feinen Jägerzwirn, Vati ohne Worte und der degeneriert grinsende Junge. Hat nur noch der Sensenmann gefehlt (bzw. das "Eiskalte Händchen").

 

„So, hier kommt ihr nicht raus", so die forsche Hexe.

 

Wir natürlich ruhig und sachlich reagiert und darauf hingewiesen, dass wir uns auf einem öffentlichen Weg befinden. Das wollten die schrägen Vögel nicht einsehen, hatten die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht

 

 

(in diesem Fall meine liebreizende Gattin), die die Heidjerbande mal gepflegt zusammenschiss.

 

„Freiheitsberaubung! Lassen Sie uns sofort raus oder ich rufe die Polizei!“

 

So hatte das die schwarze Hexe nicht geplant, verunsichert latschte die geistesschwache Gruppe um unsere Moppeds. Mit der Umkehr der Anklage hatten DIE nicht gerechnet! Ätsch!

 

Das ganze löste sich dann nach weiterem Rumgelaber auf. Was reitet solche Leute?

Lecker "indisch"!

Abends gab es dann noch ein leckeres Menü im India Haus (...es müsste ja wohl Indien Haus oder India House heißen, oder?), in der Uelzener City. Können wir empfehlen. Schmeckt dort nicht so „eingedeutscht“ und Heidschnucken gab`s da nicht.  Danach ging es schnell ab in die Tonne wg. erhöhter Müdigkeit. Gute Nacht.

Das India Haus: http://www.indiahaus.com/

 

Am Sonntag fuhren wir dann hauptsächlich mit dem Kompass nach hause. Richtung eingeben (Nord-West) und zickzack über Waldwege und kleine Strassen neue Wege finden. Ja, so geht das. Die Tour war eigentlich schöner, als die direkte Gegend um Uelzen. Schotter, Wald- und Feldwege – heute war alles dabei. Und alles erlaubt.

 

Für die 90 Kilometer haben wir nur 4,5 Stunden gebraucht. Ein „Heidespass“ ;-)

Indisch essen im India Haus Uelzen

Fazit:

Ach ja, beim Uhlenköper Ring waren wir auch noch. Scheint ein gutes Übungsgelände auch für schwerere Enduros zu sein.

 

Wir können Euch leider auch keine tollen Touren in der Gegend empfehlen. Dafür braucht es einen ortsansässigen Guide.

Die Heidelandschaft ist jedoch einzigartig, gerade zur Blütezeit und sollte eigentlich für jeden Motorradfahren zumindest einmal auf der Agenda stehen.

Der Hundertwasser Bahnhof in Uelzen ist auch schön anzusehen, wenn man auf Architektur/Kunst steht.

Der Uhlenköper Ring bei Uelzen. CRF250L geeignet
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