Motorrad Reisen & Ausflüge

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CRF250L zubehör

Olala...jetzt drehen sie durch!?

Mit dem Motorrad durch die Welt ab Juli 2019

 

Oh Yeah! Wir haben uns im Januar entschieden 1 Jahr mit unseren Motorrädern durch die Welt zu reisen. Im Juli 2019 geht es los, so zumindest unser Plan. Früher ist nicht möglich wg. Jobs und Kohle, denn eins ist jetzt schon klar: So eine Reise ist selbst bei minimalistischer Planung wirklich teuer. Um unsere Planung zu dokumentieren, archivieren und konservieren haben wir eine neue Website aufgesetzt, die wir jetzt schon einmal online gestellt haben. Diese wird nun nach und nach gefült. So haben wir unsere Planung im Blick und können evtl. von Euch Anregungen und Tipps bekommen, aber auch Infos für andere Reisende geben.

Wenn wir schon keine tollen Namen für unsere CRF`s, wie z.B. Karlchenn, Brummi, Töffi oder so haben, soll wenigsten unsere Reise einen saftigen Projektnamen erhalten. Und da hatte Uschi `nen lichten Moment, denn sie erfand einen Namen, der ganz viel beinhaltet, das zu unserer Reise passt:

TWODURO.COM

to do – etwas machen – immer wichtiger, als labern

 

two-do – etwas zusammen machen, halt wir beide. Toll, wenn das als (Ehe-) paar möglich ist.

 

enduro – Lange Fahrten auf z. Teil unwegsamen Gelände

zwei (two) - könnte natürlich auch für Dualsport stehen, denn unsere Reise wird uns über viele Strassen und noch mehr unbefestigte Wege führen. Dualsport ist das, was wir mögen.

 

Und hier findet ihr die Seite zur Reise: www.twoduro.com

Und sonst...?

Ihr denkt vielleicht, dass wir spinnen, weil wir jetzt schon planen und das ganze auf einer Webseite festhalten!? Wenn ihr jedoch auf twoduro.com stöbert werdet ihr feststellen, dass wir nicht einen Tag zu früh mit der Planung angefangen haben*.

Nach und nach werden nun die einzelnen Menüpunkte gefüllt. Nach langem hin und her ist  jetzt scheinbar klar, wo die Reise beginnt und wo sie enden soll. Mehr demnächst dazu im Blog (der auch in Englisch verfügbar ist) und im Bereich Route.
Ein RSS Feed ist ebenfalls eingebaut, so das ihr die Seite abonnieren könnt, ein Newsletter ist in Planung, da sind wir aber noch nicht sicher, ob sich a) die Arbeit lohnt und b) welches Programm wir benutzen werden.

 

Das Motorrad-Blogbuch können wir für die Reiseplanung und Berichte nicht nutzen, da das alles einfach zu umfangreich ist und es ein unkontrollierbares, heilloses Durcheinander gegeben hätte. Das Blogbuch führen wir natürlich weiter – alles was die Reise betrift könnt ihr bei twoduro finden.

*Wenn ihr 20 Jahre alt seid könnt ihr euch natürlich auf s Mopped setzen ud einfach los fahren - So hätte ich (Rossi) das früher auch gemacht ;-) - da habt ihr hoffentlich noch keinen Grund lange planen zu müssen.

 

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Frankreich 2 - Embrun

Alpes de Haute Provence

Frankreich Savoyen und Dauphine mitg der Honda CRF250L

Der Col du Galibier

Oh nein, Oh nein...jetzt hätte ich doch fast den zweiten Teil unseres Urlaubsberichtes Frankreich/Savoyen vergessen. Puh, gerade noch dran gedacht. Im ersen Teil der Reise erklommen wir mit unseren Moppeds die Berge rund um Annecy, jetzt ging es weiter südlich Richtung Embrun.

 

Bei herrlichem Wetter verstauten wir die CRF`s im Bulli und machten uns mit etwas Wehmut auf in Richtung Süden. Das ist schon ein Luxus, wenn man einige Teile der Reise mit dem Auto machen kann. Es ist zwar ein anderes Reisen, als wir es bisher gewohnt waren, hat jedoch auch seine Vorteile. U. Schi hatte ja wie immer die Route ausgeklügelt und erzählte mir, ganz beiläufig, dass wir noch den einen oder anderen Berg zu passieren hätten . Auf meine Frage, ob Sie denn wüßte, um welche Berge es sich handelt meinte sie: „ ...irgend etwas mit Galibier, oder so!?“.

Waaaaaaas?

 

Der Gallibier ist einer der Top Berge der Tour de France. Ein Riesenzinken. Mit 2642 Metern der fünfthöchste asphaltierte Strassenpaß der Alpen. Schluck, und das mit unserem alten, voll beladenen, 86 PS Bulli. Schlotter.

Los ging`s. Rein in den Berg. Zunächst galt es den Col du Télégraphe zu erklimmen, ebenfalls ein Tour de France Berg. Kehre um Kehre. Radfahrer, Motorradfahrer, lahme Bullis. Der Wahnsinn. 

Der Aufstieg zum Galibier war dann auch ein weiteres Highlight der Reise. Wir hätten die Tour zwar lieber mit den CRF `s gemacht, aber auch so ist der Galibier ein echtes Erlebnis. Der Bulli und sein Fahrer wurden zwar an die psychische und physische Grenze gebracht, ein toller Moment war es allemal. Oben angekommen fühlte man sich auch, als ob man auf dem Mond sei. Ich war wirklich überrascht, dass wir keinen der nach Luft röchelnden Radler wiederbeleben mussten. Also, wenn ihr in der Nähe seid: rauf auf den Galibier. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Mopped oder Bulli ;-).
Nach der kurvenreichen Abfahrt gönnten wir uns in der Talstation (sehr touristisch, mit kleinem Museum und diversen Cafés) erstmal einen Kaffee und einen Pudding im Glas. Lecker! Durch kurvenreiche, touritische Regionen und wechselnde Landschaften gurkten wir weiter Richtung Embrun.

Talstation Galibier
Treffpunkt für alle Galibier Bezwinger

Embrun - Lac der Serre Poncon

Eigentlich wieder mal zu spät erreichten wir Embrun, das Mekka des französischen Triathlonsports, mit historischer Altstadt. Der von uns avisierte Zeltplatz lag direkt am See. Prima, gleich gefunden. Was uns dort erwartete war allerdings der blanke Horror. Unübersehbare Massen an Menschen, Campingcars, Remmidemmi, alles scheiße. Und das auch noch, wenn man völlig kaputt ist. Ihr kennt das vielleicht!? Da wird gleich mal Frankreich an für sich und sowieso der ganze Urlaub in Frage gestellt.

 

Wie so oft war das Drama jedoch sehr übersichtlich. Nach einigen Kilometern (ungefähr auf Höhe von Les Moulins) fanden wir den direkt am See gelgenen Campingplatz „Manu“ (http://www.campingmanu.com) . Keine Schönheit, aber für unsere Zwecke ausreichend - Mit ordentlich Platz für den Bulli, die CRFs, Nähe zum See und einem Kühlschrank mit kaltem Kronenbourg Bier. Ausserdem bezahlbar und relativ ruhig mit schöner Aussicht auf die Berge. Unterirdisch waren allerdings die Toiletten und Duschen. Selten geputzt, kaum funktionsfähig. Ekelig!

Egal, für ein paar Tage geht das auch mal.

 

Da das Wetter perfekt war wollten wir am nächste Tag direkt die Highlight Tour des Urlaubs starten: Die Auffahrt zum Col du Parpaillon

Col du Parpaillon & Tunel

http://alpenrouten.de/Parpaillon-Col-du-Parpaillon-Tunnel-du_point355.html

 

Ich sach ma 2.700 Meter Berg hoch über Schotterpisten! Alles klar?

 

Bei herrlichem, frischen Wetter ging es los. Aufgrund unserer übersichtlichen fahrerischen Fähigkeiten wußten wir nicht genau, was uns erwartet und ob wir überhaupt in der Lage wären diese Tour zu meistern. Dies vorweg: es geht. Mit etwas Können und der CRF sowieso, mit schwerern Maschinen, wie z.b. einer Transalp oder BMW GS auch, aber mit Abstrichen. Hier sollte der Fahrer sein Gefährt schon ganz gut beherrschen, die Reifen sollten über ein geeignetes Profil verfügen, da einige anspruchsvolle Kehren und sehr grobsteinige Geröllpassagen zu meistern sind. Das ganze ist natürlich auch ziemlich wetterabhängig. Mit der Triumph Street Triple wären wir hier nicht gefahren.

Wunderbar fährt man aus Embrun auf kleinen, bewaldeten Bergstrassen Richtung Risoul. Einem richtig fetten Skigebiet. Dort angekommen müssen wir uns erstmal ein paar köstliche Teilchen in einer Patisserie kaufen und kommen mit einem deutschen Moppedfahrer ins Gespräch. Etwas neidisch guckt er auf unsere kleinen CRFs. Nach einem kurzen Benzingespräch und guten Wünschen machen wir uns auf in Richtung Parpaillon.

Hier fahren wir erstmal weiter auf tollen, ausgebauten Strecken. Landschaftlich schön mit Spaßgarantie. Nach einer Abfahrt und einer Pinkelpause müssen wir aufpassen, dass wir die Abbiegung zum Parpaillon nicht verpassen. In La Condamine – Chatelard geht es unscheinbar rechts (!) ab. Hier ist etwas Konzentration gefordert. Einsam und asphaltiert windet sich die Strasse nun bis zum eigentlichen Einstieg in den Parpaillon. Hier noch eine kleine Rast und los geht es. 

Durch ein kleines, sandiges, steiniges Waldgebiet knattern wir Richtung Berg, der sich auf einmal vor uns auftut. Uiuiui. Ein Koloss. Ein fettes Teil. Respekt einflössend für Nordlichter. Von nun geht es eine geraume Zeit (also ca. 12 Kilometer) über Geröll, Felsbrocken, ausgefahrene Rinnen und Spitzkehren nach oben.

Hinweis: Der Weg zum Parpaillon ist eine alte Militärstrecke - Route militaire
https://fr.wikipedia.org/wiki/Col_du_Parpaillon (französisch)

Immer weiter, immer weiter. Die Sonne brennt, trotzdem wird es von Meter zu Meter kühler. U.Schi will vor fahren. Das gibt ihr Sicherheit. Komisch, aber ok. Ich habe mich noch nie beim Motorrad fahren so gefühlt. Diese Mischung aus Abenteuer, Natur, CRF – der Wahnsinn. Auf dem Gipfel angekommen zeigt sich uns sofort der Tunel du Parpaillon – dieser einspurige, unbeleuchtete Tunnel.

Wir stellen jedoch die Moppeds ab und geniessen erstmal die Aussicht. Es ist wirklich frisch auf knapp 2.700 Metern. Himmelshöhe. Wunderschön. Wir haben Glück und sind alleine dort. Können die Stille und den majestetischen Ausblick geniessen. Danke, dass ich so etwas erleben darf.

Nachdem ein paar Radfahrer auftauchen werden wir in die Realität zurückgeholt und so wartet der Tunnel auf uns. Abenteuer, Spannung, Kribbeln.  Los geht’s über Sand und Geröll, diverse Pfützen in vollkommener Dunkelheit. Ob der Tunnel enden wird oder wir in ein schwarzes Loch stürzen, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Da, Licht! Geschafft und die Belohnung folgt auf dem Fuß. Ein Panorama das seines Gleichen sucht.

Da entdecke ich auch noch ein Murmeltier, das unseren Weg kreuzt. OMG! Es ist einfach toll hier. Gemütlich tuckern wir den Berg hinunter, wieder über Geröll und Steine, aber nicht mehr so anspruchsvoll, wie die Auffahrt. Genuß pur. Nebenbei bemerkt darf man hier überall fahren!
Unglaublich.

Am Fusse des Berges angekommen kehren wir erschöpft und glücklich ein. Mit letzter Kraft kann ich meine Kaffeetasse zum Mund führen. Naja, ganz so dramatisch war es nicht, aber eine gewisse Grundkondition sollte man schon für diesen Berg mitbringen. Der Rest der Tour führt uns wieder direkt durch ein Waldgebiet, welches alleine schon eine Tour wert gewesen wäre. Zurück auf dem Zeltplatz, laufen wir direkt zum See und springen in das kühle, erfrischende Gewässer.
Mehr geht nicht an einem Tag.

Weitere Touren

Die restlichen Tage verbringen wir mit wunderschönen Touren durch die Region. Einmal geht es um den riesigen, türkisen Lac de Serre-Poncon . Ein anderes mal geht es zu den „Fontaines des miracles“ beim Col de Pontis der uns mit echt harten, supersteilen Serpentinen erfreut. Richtig geil auch unsere Tour zum Lac de Lauzes, wo die Wegbeschreibung (lt. Alpenrouten) immer falsch (bzw. kaum zu finden) war, wir auf einmal einen superschmalen Wanderweg hochgefahren sind und im Niemandsland landeten, was in einer echten Offroad Erfahrung endete.
Landschaftlich ist in dieser Region alles der Hammer. Schmale asphaltierte Alpenstrassen, breite Skigebietspassagen, Waldpassagen, Geröllaufstiege - Hier ist wirklich alles vorhanden - und am Ende wartet fast immer ein phantastisches Panorama und einsame Natur!

Leider verlassen mich hier meine Aufzeichnungen. Soviel kann ich jedoch sagen: das ganze Gebiet eignet sich hervorragend für Motorradtouren. Von Vorteil sind sicherlich kleine, leichte Motorräder wie die CRF, KLX o.ä., vieles kann man jedoch auch mit normalen Tourenbikes „erfahren“.

Obwohl August, war es auf dem Campingplatz nachts oft richtig kalt (ca. 5 Grad), daran sollte man bei der Auswahl des Schlafsacks denken. Wir haben uns mit Pastis beholfen. Gegkocht haben wir fast immer selbst. Hier kann man richtig Geld sparen.

 
Unserer Meinung nach eigenen sich die Regionen um Embrun und Annecy für einmalige und unvergessliche Motorradurlaube.
Uns hat es so fasziniert, dass wir ihn nächstes Jahr mit der ligurischen Grenzkammstrasse u.ä. weiter machen wollen.

PS.

Und noch ein Video: Solltet ihr falsch navigieren, könnt ihr Glück haben und in wunderschöne offroad Gebiete gelangen. Wir waren etwas verstört und wussten weder, ob man dort fahren kann oder darf. Das Video sieht zwar nicht so sprktakulär aus, der Weg "entwickelte" sich jedoch im weiteren Verlauf.Ein Erlebnis war es definitiv!

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Frankreich 1 - Annecy

Savoyen und Dauphiné - Teil 1

Frankreich Savoyen und Dauphine mitg der Honda CRF250L

Auf nach Polen???

Wie landet man bitteschön in Savoyen (Frankreich), wenn man eigentlich in Polen eine Motorradtour machen möchte? Das frage ich mich auch, werde es Euch aber gleich beantworten können.

 

Zunächst möchte ich noch kurz erwähnen, dass mir immer wieder die Länge von Reiseberichten (auch meiner) auffällt. Zum Beispiel unser Reisebericht Schottland in 57 Teilen... Da bloggt der Blogger hemmungslos, aber wer soll das alles lesen!? Ich versuche diesen Bericht mal etwas kürzer zu fassen, ohne wichtige Infos für Euch zu vergessen.

 

Wir planten unseren ersten Motorradurlaub bei dem wir nicht mit den Motorrädern auf der Strasse, sondern dem Transport der Kisten im Bulli starten wollten.

Ein Affront an für sich, aber irgendwie auch ganz geil!

Als norddeutscher Moppedfahrer kennt man nämlich die Autobahnen und zwar alle. Die VW Bus Testfahrt sollte nach Polen gehen, weil entfernungstechnisch nicht ganz so weit weg. Dummerweise schaute ich jedoch ein bisschen Tour de France. Ich glaube es war die 19. oder 20. Etappe und schon war es um mich geschehen. Wunderbarste Natur, grünstes Grün und Berge ohne Ende. Viele kleine Straßen, Hügel, Seen. Halt alles, was das Mopped-Herz berührt. Mein Gattin, da spontan und unkompliziert, eh genervt, da ja in Polen genauso beschissenes Wetter wie bei uns war, machte sich sofort an die Planung, und so wurde unser erster Zielort  Annecy. Das liegt allerdings in Frankreich und nicht in Polen. Den Campingplatz buchten wir von Deutschland aus, diverse Routen und Etappen plante U.Schi mit Hilfe von www.alpenrouten.de

Tipp 1:

Schöne Motorradtouren findet man auch beim Studium von Tour de France Etappen

z.B. http://www.letour.fr/le-tour/2016/de/etappe-19.html

 

Tipp2:

Sämtliche Campingplätze in Annecy waren ausgebucht.
Es empfiehlt sich einen ersten Anlaufpunkt über das Internet zu buchen

Annecy

Wir steigen also direkt in Annecy ein.
Camping l`Horizon heißt (http://www.camping-horizon.fr/infos/infos-gb.htm) das fesche Plätzchen, das wir uns ausgesucht haben. Ein wunderbarer Blick auf den Col de Forclas (Montmin) und hunderte von Paraglidern, deren Einflugschneise sich direkt über unserem Bulli befindet. Blauer Himmel. Sonne. Traumhaft.

Unserem holländischen Nachbarn wird sofort übel, als er sieht, wie wir die Moppeds aus dem Bulli laden und zudem noch 3 Millimeter seiner Camping Parzelle benutzen. Nein, viele Holländer sind nicht nett, nicht offen, geradezu unfreundlich. Buh! Aber wir haben auch einige, wenige freundliche Kaasköppe kennengelernt. Ich erwähne das auch nur, weil ihr in dieser Region ausschließlich Franzosen und Holländer antreffen werdet.

Tipp 3:
Immer Klopapier und am besten Desinfektionsmittel dabei haben. Frankreich ist toll die Sanitäranlagen unterirdisch, ohne Klobrillen und überhaupt igitt (und wir sind da echt nicht zimperlich...).

Memo an mich: Kurz fassen – dies soll ja kein Roman werden

Und so steige ich gleich exemplarisch mit einer Tour ein, die uns ein unvergängliches Lachen in unsere Gesichter gemeißelt hat.

Highlight Tour in der Region Savoyen:

 

Annecy – Route de Montagnes – Col de l`Arpettaz – Col des Aravis

 

Google Maps stellt die Tour beim Einbetten leider falsch dar, deswegen hier nur ein Link zu unserer Route: https://goo.gl/maps/yCTH2AJoz2U2

Los geht es an einem kühlen Morgen mit der Anfahrt auf den Col de Forclaz, der ja direkt vor unserem Campingplatz liegt. Ein toller "Tour der France Berg" der ersten Kategorie. Viele leicht zu fahrende Kehren, ein paar Rampen, streckenweise recht schmal, aber immer chic. Auf dem Gipfel eine traumhafte Aussicht auf den Lac d`Annecy und viele Touristen, die den Paraglidern bei Ihrem Start zusehen. Die Abfahrt macht richtig Laune, teilweise eng, spitzkehrig, schnell und desolate Dosenfahrer, die durch unerwartete Manöver glänzen. Konzentrieren und Spaß haben! Ich bin erstaunt, dass meine kleine Honda CRF doch ordentlich Feuer hat und sich von alleine in die Kurven haut. Geil, kleiner Rausch-Vorsicht-Übermut tut selten gut.

Ich erlebe das erstemal in meinem Motorradfahrerleben, was „stempeln“ heisst. Mein Hinterrad hebt partiell vor der Kurve ab und das gleich diverse Male. Tack, tack, tack, tack, tack! Dieses sonderbare Phänomen, hatte ich bis dato nur bei Motorradrennen beobachtet.


Weiter geht es ein kleines Stück auf der D1508. Versteckt und unerwartet erblicken wir aus dem Augenwinkel das Schild, welches uns den Weg zur „Route des Montagnes“ weist. Kann man gut übersehen, also Augen auf, wenn ihr da seid und links abbiegen.

Nun beginnt eine wunderbare Auffahrt zum Col de L´Arpettaz. Eine schmale, asphaltierte Strasse, breit genug für max. 1,5 Autos windet sich den Berg hinauf. Enge Kurven, weite Kurven, steile Passagen, Waldabschnitte, grüne Weiden und nichts außer ein paar Radfahrern. Diese Strasse ist uninteressant für Autos und das ist so etwas von geil für uns. Befreit von allem cruisen wir den Berg hinauf. Ein Traum! Auf dem Gipfel: Blauer Himmel! Eine stilvolle, neue Hütte, eine traumhafte Aussicht, ein Cafe au lait und jede Menge Glückshormone!

Achtung, jetzt wird`s spektakulär! Hier müssen wir uns leider von den Kollegen verabschieden, die ein reines Strassenmotorrad besitzen (und nicht wahnsinnig oder unmenschlich mutig sind), diese nehmen bitte die alternative Straßenabfahrt, denn jetzt geht es auf Schotter weiter!

Wobei wir natürlich auch immer mal wieder GS & Co trafen. Ich denke jeder Motorradfahrer mit Erfahrung sollte wissen, ob er sich mit seiner Maschine Schotter zutraut oder nicht.  Mit leichten Corssmaschinen macht es auf jeden Fall am meisten Spaß.

Eins ist klar: Endurowandern macht glücklich!

 

Das muss man sich mal vorstellen: Ein Wanderweg auf dem man Motorradfahren darf!
In Deutschland unvorstellbar, oder? Das funktioniert wahrscheinlich nur, weil sich alle respektieren. Wir haben selten böse Blicke von Wanderern auf den Schottertouren geerntet, allerdings haben wir auch keine Enduristen mit lauten Pötten o.ä. getroffen. Gemütlich tuckern wir über den Alpenweg, grobe Steine, feiner Schotter, Löcher, Huckel, Steigungen, Abfahrten, enge Kurven, Kühe, kleine Sprunghügel – halt alles was das Herz begehrt. Richtig schön und auch ein bisschen Sport. Glücklicherweise ist unser Tank fast leer, so dass wir den Schotterumweg über Flumet (siehe Karte) machen müssen.
Sauber, denn mehr Schotter=mehr gut!

Weiter geht es in Richtung Col des Aravis, wo wir auf den letzten 500 Metern auf diverse Wandererhorden stoßen (den Rest des Tages hatten wir den Berg allerdings für uns).

Wir waren so begeistert, dass wir im Schotterbreich keine Fotos gemacht haben...nur dieses kleine, wackelige, tonbefreite Amateurvideo, das nicht annährungsweise die Schönheit und den Spaß dieser Etappe widerspiegelt!

 

Ich könnte sofort wieder losfahren, wenn ich nur dran denke.

Weitere tolle Touren in dieser Region:

Tagestour 1: Annecy/Col de Plan bois/Col de la Croix Fry

 

Tagestour 2: Annecy/Albertville/Col de Saisies/Staudamm-Barrage de Saint Guerin/Comet de Areches/Aime/Beaufort (Schotter vom Staudamm bis ca. Aime)

Der Staudamm ist nicht leicht zu finden-hier müsst Ihr gut navigieren

 

Diese Routen gibt es auch bei alpenrouten.de

 
Tipp 4:

Es empfiehlt sich jedoch auch mal nach rechts und links zu schauen und eigene Wege je nach Lust und Laune zu befahren. Hier ist wirklich viel möglich!

Resümee Savoyen

Eine tolle Motorrad Gegend. Egal ob oder Strassenmotorrad oder Enduro, hier kann jeder viele entdecken. Wir fanden es (fast) besser als in Südtirol und das will schon etwas heissen. Wenig Verkehr, unendliche Kurvenstrassen und Pässe zum Austoben, ein sehr gepflegtes, sauberes Äusseres, wunderschöne Natur. Für uns perfekt.

Camping: So lala...
Essen: Sollte man selbst machen, da Restaurants teuer sind - In Frankreich braucht man ja seit Menschengedenken eh nur Baguette und Brie ;-)
Patisserien: Hier gibt es immer ein leckeres Stück Kuchen
Sprache: Hier versucht man auch Englisch zu verstehen und zu sprechen

Die Anfahrt mit dem Bulli hat sich gelohnt. Es ist einfach entspannter. Jawoll.

 

Nicht erzählt habe ich, dass uns die "Wirtin Marie" auf dem Col de Planbois erlaubt hat einen privaten Schotterweg zu benutzen und das dort eine unserer CRF s auf einem Haufen Kuhkacke ausgerutscht ist und auf der Seite lag. Naja, aber wer will schon so etwas wissen!?

Ein Besuch der Auberge lohnt sich: L`Auberge de Plan bois bei Facebook 

In Teil 2 unseres Reiseberichtes fahren wir südlicher über den Col du Galibier (mit dem Bulli) in die  Dauphiné und erklimmen dort u.a. den Col du Parpaillon.

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Sri Lanka

Ein tolles Reiseland auch ohne Motorrad

Ich weiß zur Zeit nicht, wo ich meinen Bericht angfangen soll und wo beenden. Zu viele Eindrücke in den zwei Wochen gesammelt. 2.000 Fotos geschossen. Wow! Es war toll!

Für den ersten Eindruck habe ich Euch hier ein Video mit Impressionen eingestellt. Viel Spaß!

Ich hoffe, dass ich demnächst dazu komme, Euch einen umfangreichen Bericht zu dieser Reise zu präsentieren.

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Schottland:Motorrad 4

Highlandtouren

Schottland-Highlands-Glencoe

 Ja, ja so schnell geht die Zeit vorbei und schon haben wir 2016. Zeit für den vierten und letzten Teil der "großen Schottland Saga". Ich bin ja froh, dass wir nur diesen 5- tägigen Kurztripp gebucht haben, sonst müsste ich wohl mindestens 20 Teile Reisebericht schreiben.
Denn eins ist klar: Jeder Tag Schottland bietet ein so breites Spektrum an Erlebnissen und Impressionen, dass es wirklich schwer ist diese in einem überschaubaren Bericht zusammenzufassen. Nachdem Ihr ja schon viel über unsere Anreise und erste Erlebnisse in Schottland erfahren habt, erzähle ich heute von einer wirklich tollen Tour in die Highlands, nach Glencoe.

Glencoe - Highlander, Braveheart, James Bond? - Keiner da!

schottisches Frühstück mit Porridge
Porridge? Lecker!

Nachdem wir köstliches Porridge und Blutwurscht mit Speck zum Frühstück verspeist hatten, fuhren wir bei herrlichem Sonnenschein und einer muckeligen Temperatur von 11 Grad vom Green Hotel, in Kinross ab. Ziel: Glencoe. Sagenumwoben und Kulisse unzähliger Hollywood Block Buster. Dies vorweg: Diese Tour ist eine Pflichtveranstaltung für alle Schottland Motorrad Abenteurer. Trotz der „nur“ 276 Miles empfanden wir die Ausfahrt jedoch auch als verdammt anstrengend.
Hier solltet Ihr einen ganzen Tag einplanen.


Zu 100% bekomme ich die gefahrene Route leider nicht mehr zusammen. Das ist aber nicht so schlimm, da ihr Je näher ihr Glencoe kommt, eh nur noch die einzige, fahrbare Strasse benutzen könnt, die A 82.

 

Typisch schottisch geht der erste Teil der Reise ziemlich unspektakulär, aber trotzdem lohnenswert von statten. Kleine Straßen, größere Straßen, kleine Orte, Ginster, Schafe, schlechte Wegstrecken, hügelige Wegstrecken, bergige Landschaften, Seen, kurvige Strecken u.v.m. Alles was sich unsere kleinen, aber ehrlichen Motorradfahrerherzen erträumen. Und immer schön langsam fahren, damit ihr nach links und rechts schauen könnt, um die Schönheit, die Eigenarten und Besonderheiten dieses außergewöhnlichen Landes zu entdecken.

Ein Highlight erlebten wir am Loch Earn, wo uns bei einer Pause am Straßenrand, ein älterer schottischer Biker ansprach. Ausser „Ay“ (kennt Ihr aus Highländer: „Ay, meine Blume“) verstand ich leider kaum ein Wort. Für ein kleines Benzingepräch reichte es trotzdem, da ich mir nicht zu schade war ca. 20 mal pro Satz nachzufragen, was er denn wohl gemeint haben könne. Der ca. 70 jährige Fireblade (Honda CBR 600) Fahrer blickte neidisch auf meine bequeme Transalp. Seiner Meinung nach sei nun wirklich die Zeit gekommen, wo er seinen Scheiß-Hobel endlich entsorgen solle und lieber auf so eine gemütlich Kiste wie meine umsatteln wolle. Es wäre schließlich echter "Bullshit", wenn er immer vom Motorrad gehoben werden müsse. Die Knie würden das nicht mehr mitmachen und überhaupt. Geiler Typ.

Es zeigte sich einmal mehr, dass die Schotten kontaktfreudiger sind, als die Kölner beim Karneval. Hier wird es dem kühlen Norddeutschen wirklich leicht gemacht ins Gespräch zu kommen. Vor dem Abschied empfahl unser neuer Bikerkumpel noch, dass wir einen Stop am „The Green Welly“ machen sollten. Dies sei DER Bikertreff in Schottland.  Thank you, Sir and Bye, bye.

 

Falls of Dochart

Wir fuhren weiter auf der A85 und bogen rechts in Richtung Falls of Dochhart ab. Die hatte U.Schi als lohnenswertes Ziel im Internet gefunden. Schließlich handelt es sich um einen der schönsten kleinen Flüsse (eigentlich ja sogar die vlt. schönsten Wasserfälle) Schottlands. Ein lohnenswerter Ort um zu pausieren und sich in mittelalterlicher Kulisse zu entspannen. Das in der Karte angegebene „Falls of Dochhart Retirement Home“ muß allerdings nicht zwangsweise angesteuert werden, es sei den ihr seid steinalt und sucht ein heimliges Plätzchen für den bevorstehenden Ruhestand ;-)

The church!

Auch, wenn die Fahrt auf der A 82 über etwas zu große Strassen mit einem sehr spröden Belag
führte, näherten wir uns langsam Glencoe. Allerdings nicht ohne vorher einen richtig tollen Kaffeestop zu machen. Zwei Damen (Donna und Diana) führen in einer umgebauten Kirche ein Kaffee, wo Brote, Scones und sonstige Kuchen hergestellt werden. Mitten auf dem platten Land. Das Ding war gerammelt voll. Mit Schotten. Klein und gemütlich. Alles sehr geschmackvoll hergerichtet, leckeres Essen, guter Kaffee. Ein absoluter Geheimtipp. Bei Google-Maps mit folgendem Suchbegriff zu finden: finden: Country Mumkins At The Artisan Cafe
Facebook: https://www.facebook.com/countrymumkinstyndrum/

Die Highlands - Glencoe

Und dann waren Sie da - Diese mysteriösen Berge und Landschaften. Überzogen mit Heide, teilweise Schneekuppen, karges Land, ein nüchternes Farbspektakel. Schaut Euch einfach die Fotos an, denn die sagen mehr, als ich hier beschreiben kann.

Die Highlands in Schottland, bei Glencoe
Higlandpanorama - Vergrößerbar!

Unsere Photos und die Schilderung der Eindrücke können jedoch nur einen Bruchteil des Live- Erlebnisses wiederspiegeln. Nur vor Ort spürt ihr das Rauhe, Einmalige und Beeindruckende dieser Landschaft.

 

Der Highländer war übrigens nicht mehr da, genauso wie das Haus von James Bond (weil, war ja aus Pappe und wurde nach dem Dreh abgerissen oder verbrannt), auch der Bravehaert schien gerade seinen versyfften Kilt zu wechseln, und konnte uns nicht begrüßen, selbst Harry Potter hat wohl Hogwarts mittlerweile mit Bestnoten abgeschlossen und wohnt in irgendeinem Loft in London. Egal, es war auch ohne diese komischen "Heinis" ein Erlebnis!
Mir ist jetzt auf jeden Fall klar, warum so viele Location Scouts diesen Platz für Ihre größten Filmproduktion auswählen. Die Highlands sind wirklich eine einmalige Naturkulisse mit einer unvergleichlichen Atmosphäre. FAHRT DA HIN!

Zurück über den "The Green Welly Stop" und Gleneagles

The Green Welly Stop
The Green Welly Stop

Auf dem Rückweg machten wir den empfohlenen Stopp im Green Wally und wurden direkt von zwei englischen Buddies aus Manchseter vollgesabbelt. In Schottland werden sogar die Engländer umgänglich ;-) Die beiden waren von Glencoe ebenso verzaubert wie wir und warteten mit einigen Superlativen auf (es fielen Worte wie: incredible, magnificent, wonderfull and many more...). The Green Wally hat übrigens einen riesigen Motorradparkplatz, der davon zeugt was hier an den Wochenenden los ist. Bikerparadies Schottland. Wir versuchten uns bei einer Pizza, div. Kaffee und Cola ein bisschen zu erholen - Schließlich hatten wir noch den ganzen Rückweg vor uns. Dies ist übrigens der Nachteil bei einer Abenteuerreise mit fest gebuchter Unterkunft. Da muss gefahren werden bis die Hände blasen Schlagen und der Hintern eine rosa Farbe annimmt ;-)

 

Der Heimweg gestaltete sich genauso abwechslungsreich und lohnenswert, wie die Hinfahrt.

By the way (wie der Schotte sagt) - Vorsicht vor den Fasanen! Das sind potenzielle Selbstmörder, die ständig auf die Straße rennen, und sich gnadenlos in den Weg stellen. In der Luft liegt ein Hauch von Todessehnsucht. Verrücktes britisches Viehzeug!


Unsere kleine Landpartie führte uns noch am riesigen Gleneagles Komplex vorbei. Dort wo sich eine der weltweit bekanntesten Golfanlagen befindet (Riders Cup) und vor einigen Jahren der G8 Gipfel stattfand. Herrschaftlich und großdimensioniert. Weitere Infos: www.gleneagles.com
Erschöpft und glücklich trudelten wir gegen Abend wieder in Kinross ein. Noch 1-2 Ale an der hoteleigenen Bar und ab ging es ins Bett.

The Backstage Club - Im Green Hotel, Kinross

Backstage Club
Backstage Club

Tipp: Wer nicht zu müde ist geht im „Green Hotel“ in den Backstage Club. Wir haben es nicht geglaubt, mitten in unserem Hotel befand sich ein richtig, cooler Musikclub. Also, im HOTEL! Der Besitzer hatte diverse signierte Gitarren von Jimmy Page bis Jimi Hendrix (?) an der Wand hängen. An die 100 von echten Rockstars unterschriebene Gitarrenschlagbretter zierten die Wände. Rockgeschichte Live. Eintritt wie immer recht teuer. Ambiente: Spitzenklasse (also wenn man auf echte Musikclubs steht)
Infos: The Backstage

Glenshee & Braemer

So, jetzt hab ich nur einen Bruchteil der Erlebnisse geschildert und schon geht es weiter, ein neuer Tag, eine neue hammergeile Tour. Ich beschreibe sie nur stichwortartig, sonst lest ihr euch noch die Augen wund. Wir fuhren nach Glennshee/Braemer dem größten Skigebiet Schottlands.
Ja, Ihr lacht, aber das gibt es wirklich!

Scone Palace

Auf dem Hinweg lohnt sich ein Stopp am Scone Palace (http://scone-palace.co.uk/) ein traditionsreiches Schloß, wo die schottischen Könige gekrönt wurden. Durch ein Tor, das einer Privateinfahrt ähnelt und über einen kleinen Weg, erreicht ihr dieses Schloß. Am Wegesrand werden euch wahrscheinlich Tiere begegnen.
Wenn ihr Euch nicht sicher seid, ob ihr da langfahren dürft/solltet seid ihr vermutlich richtig ;-)

Richtung Glenshee

Ihr könnt die Tour auf der Google Karte verfolgen. Sie lohnt sich. Fahrt diese Tour, wenn Ihr in der Nähe seid. Sie ist ebenfalls toll und bietet kurz vor Glenghee eine sensationelle, enge, hubbelige Kurvenstrecke. Racing Modus an (und das mit der Honda Transalp*lol). Aber Vorsicht, der Straßenbelag ist mitunter "fragwürdig".

Auf dem Berg könnt Ihr in einer Hütte einkehren. Ist schon komisch dort Liftanlagen zu sehen...
Es ist glaube ich überflüssig zu erwähnen, dass wir dort wieder umgehend mit schottischen Bikern ins Gespräch kamen.

Den Rückweg kann man je nach Energie und Abenteuerlust wieder über kleine und kleinste Sträßchen wagen. Abends sind wir dann in Kinross im „The Muirs Inn“ essen gegangen, welches ich gerne empfehlen möchte. Der stilvolle „Schotte“ von nebenan mit sehr leckerem Essen.
http://www.themuirsinn.co.uk/the-restaurant/

Schade, das war es schon...

Schade, das war`s schon. Am nächsten Tag fuhren wir zurück zur Fähre nach Newcastle. Leider ein wenig unter Zeitdruck stehend, konnten wir einige angepeilte Ziele nicht mehr ansteuern (besonders Melrose Abbey). Schade.
Ein tolles Erlebnis hatten wir noch im Stau auf der Autobahn in Richtung Hafen. Wirklich jeder Autofahrer hat Platz für uns gemacht, so dass wir in der Mitte zügig vorankamen.
Warum geht das hier nicht?


Auf der Fähre waren noch diverse total besoffene, verkleidete, enthemmte Gruppen britischer Jungesellen/innen die Ihre Abschiede von der ehelosen Zeit feierten. Alle mit Bildern auf dem Körper, wie bei einer Tattoo Convention. Hooligan Party. Wirkte am Anfang so, als ob 2 Millionen Jahre Knast auf dem Kahn versammelt wären, stellte sich später glücklicherweise als erträglich raus. Die Feiergesellschaften waren zum Glück alle um 23:00 Uhr so voll, das sie ins Bett mußten.

 

Die Rückfahrt von Amsterdam nach Hamburg machten wir in einem Stück und in einem unerbittlichen, permanenten, kalten Regenguss. Zietternd und durchnässt trafen wir gegen Abend zu Hause ein. Unsere Moppeds, die Honda Transalp und Triumph Street Triple machten übrigens mal wieder überhaupt gar keine Probleme. Beide Maschinen sind für ausgedehnte Urlaube wirklich zu empfehlen.
 

Fazit:

Schottland ist nach unserer Einschätzung ein Muss für Motorrad-Reisende. Freundliche Menschen, abwechslungsreiche Touren, wahnsinnige Landschaften. Was wollen wir mehr? Es gibt natürlich in Schottland soviel Raum zu erkunden, dass man sich dort wochenlang aufhalten kann.

 

Uns hat das DFDS Starterpaket jedoch erstmal gereicht. Da kann man viel Schottland in kurzer Zeit kennen lernen. Eins möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen - Schottland ist teuer. Für einen zwei Wochen Urlaub solltet ihr eure Taschen ordentlich mit Geld vollstopfen.

Kommentare und Fragen könnt ihr gerne unten im Formular platzieren.

 

Es war definitiv die schönste Hochzeitsreise die wir jemals gemacht haben! :-D

 

Ach ja, geregnet hat es in Schottland übrigens so gut wie gar nicht...

Tretboot in Seenot - Love & Peace!
Tretboot in Seenot - Love & Peace!
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