Honda CRF250L

Unser "neues" Lieblingsmotorrad. Angeregt durch ein ADAC Endurotraining haben wir uns entschlossen auf die 250er von Honda umzusteigen. Die ist leicht, rasen tun wir eh nicht, die wiegt wenig und man kann jederzeit in den Wald abbiegen.
Weniger Luxus, mehr Entschleunigung, mehr Genuß! Probiert es auch einmal aus.

Satteltaschen & Handyhalter für die CRF250L

Es ist nicht alles Gold was glänzt...

CRF250L zubehör

Ein kurzer Bericht, über zwei geniale Ideen, die bis jetzt mal gepflegt in die Hose gegangen sind. Kann ja auch nicht alles auf Anhieb klappen ;-)

Satteltaschen

Als Dual Sport Biker ist man ja eigentlich so etwas, wie ein moderner Cowboy. Rein imagemässig. So ein Cowboy legt seine Satteltaschen ja nicht über den Hintern seines Gaules, sondern bringt die Teile eher im vorderen Bereich an. Macht ja auch Sinn, denn so kommt man direkt heran - Kann also problemlos und ohne Verrenkungen auf Getränke, Portemonnaie etc. zugreifen.

Meine Recherche ergab, dass es diese Teile nicht für Motorräder, sehr wohl aber für Quads gibt. Noch mehr Recherche ergab, dass die sogar zu einem erschwinglichen Preis erhältlich sind.
Die bestellten Taschen trafen bei mir ein und ich war ganz begeistert: Zwei Reissverschlusstaschen, ein Getränkehalter und eine kreisrunde Aussparung in der Mitte (zurm Festklemmen am Tank). Robustes Cordura o.ä. Die Dinger machen einen guten Eindruck.

Das ganze wirkte immer noch super, nachdem ich es über den Tank gehängt hatte. Rübergeworfen und fertig. Hing gut unter dem Tankdeckel fest. Zur Stabilisierung wollte ich noch zwei Bänder mit Klippverschlüssen annähen.

Und hier sind die Teile:

Lange Rede kurzer Sinn:

Das ganze passt irgendwie nicht. Da wo die Satteltaschen baumeln, gehören bei der CRF die Beine hin.
Also wenn das ganze passen soll müssen die beiden Taschenteile extrem nach vorne (Richtung Vorderrad) gezogen werden. Macht alles in allem nicht soviel Sinn, oder? Funktioniert vermutlich noch nicht einmal. Schade eigentlich...

Das war aber nicht die einzige Pleite es geht weiter mit der:

Smartphone Halterung

Smartphone halterung CRF250L

Heiss und Pink, meine neue Smartphonehalterung aus Neopren, Kunstleder und Plastik. Vielleicht kennt Ihr diese Teile, die eigentlich von Joggern am Oberarm getragen werden. Schnell adaptiert und mit enormer Intelligenz auf die Idee gekommen die Tasche um das Lenkerpolster zu wickeln.
Sauber, das passt!? Fast!

Also selbst mit Holzstäbchen und Pappe drunter ruckelte sich die pinke Schönheit (weil elastisches Band) nach unten, so dass ich meinen Kopf während der Fahrt um ca. 180 Grad hätte drehen müssen um z.B. mit dem Smartphone zu navigieren o.ä.
Die Bedienung mit Handschuhen ist selbstverständlich unmöglich.

Also wenn ich das Lenkerpolster z.B. mit einem Klettstreifen umwickeln würde und dem Band die Elastizität verbieten würde, dann könnte das funzen. Will ich das? Vielleicht gibt es doch bessere Lösungen!?

Und die Moral von der Geschichte?

Es macht Spaß Dinge auszuprobieren. Müssen wir ja auch, weil "keiner" etwas für unsere Hondas herstellen will. Das bedeutet aber leider nicht, dass alles klappt. Lol.

Ich versuch`s weiter...

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Klappbare Endurospiegel

Neues Zubehör für die CRF250L

HMT - DFie Hamburger Motorrad Tage

Viele der großen Moppedzubehörhändler lassen ja zum Saisonstart ein paar Prozente springen. So auch Polo, die uns per Anschreiben mitteilten, dass wir 20% Rabatt auf unsere nächste Bestellung erhalten würden. Gut.

 

Schon lange standen auf der Liste klappbare Endurospiegel. Es ist auf Dauer etwas nervig, wenn man die Dinger ständig abschrauben muß, wenn man die CRF`s in den Bulli lädt. Passt nämlich sonst nicht. Ausserdem weiss der geübte Endurist, dass der eine oder andere Umfaller im Gelände nicht zu vermeiden ist. Da machen klappbare Spiegel Sinn.

 

Laut Angabe im Polo Onlineshop, passen die Spiegel auf Modelle der Marke Honda. So eine hab ich, also bestellen.

 

Die Spiegel werden von der ialienischen Firma Smat Nord hergestellt und bei Polo nicht explizit als Endurospiegel aufgeführt. Der Preis pro Spiegel beträgt 16,99 Euro. Der Spiegel kann sowohl links, als auch rechts angebracht werden.
Wir bestellen gleich mal 4 Spiegel, man kann ja nie genug haben (also für 2 Motorräder) .

Beim Auspacken machen die Teile einen wertigen Eindruck und haben auch ein E-Prüfzeichen. Sie verfügen über ein Rastergelenk unten und ein drehbares Gelenk in der Mitte. Das Rastergelenk erfordert einen ordentlich Kraftaufwand um die Spiegel zu verstellen. Das macht aber auch Sinn, weil das Ding ja beim Fahren nicht einfach runterklappen soll. Der Spiegel selbst lässt sich einfach in die gewünschte Richtung stellen.

 

Das Anschrauben der Spiegeln an die CRF gestaltet sich schwierig, bis wir merken, dass der Spiegeladapter, der für die originalen Spiegel benötigt wird, entfernt werden muß. Sachen gibt’s...

Ein paar Umdrehungen und die Dinger sitzen fest, wie lange das allerdings halten wird können wir jetzt noch nicht sagen. Sollten die Spiegel sich bei längeren oder Gelände Ausfahrten lösen, werden wir es hier dokumentieren.

 

Eine erste Probefahrt macht uns jedoch zufrieden. Strasse, Feld- und Waldwege, die Sicht ist überraschenderweise gut. Keine Verstellen und kein übermässig zitteriges Spiegelbild bei moderat langsamer Fahrt. Ich dachte, die Teile werden nur als Deko hergestellt, diese machen einen besseren Eindruck. Wir sind zufrieden und klappen fröhlich vor uns hin.

Bezugsquelle:

Der Härtetest erfolgt dann in den nächsten Wochen, wenn wir längere Touren und Geländeeinsätze vor uns haben.

 

Bezugsquelle: Polo Motorrad

Preis je Spiegel: € 16,99

Hersteller: Smat Nord

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Wartungsbuch - Honda CRF250L

Inspektionen & Reparaturen

Was liegt an?

Das ist natürlich nicht neu, aber vielleicht sinnvoll. Der Weg eines neuen Motorrads lässt sich gut verfolgen und so möchte ich hier alle Infos über Inspektionen und Reparaturen an meiner CRF sammeln.

Was mir bis jetzt aufgefallen ist...

Rahmen: Wir haben uns ja entschlossen mit Cross Stiefeln zu fahren. Resultat ist, dass nach ein paar Fahrten schon der ganze Lack vom Rahmen abgeschrabbelt ist. Da könnte man werkseitig schon mal Aufkleber oder sonstwas anbringen. Ich schätze langfristig ist das auch nicht nur ein "optisches" Problem.

Garantie: Das fand ich wirklich verrückt. Die CRF ist ja mein erstes Neufahrzeug und so versuchte ich beim Händler und Honda direkt (also Honda Deutschland) herauszufinden, ob ich die 1.000 km Inspektion bei genau eben diesen 1.000 Kilometern durchführen lassen muß oder ob das auch noch bei z.B. 1.500 km funktioniert. Ich wollte ja keine Garantieansprüche einbüssen.

Der Händler konnte mir schon mal gar nichts sagen und von Honda Deutschland bekam ich nach div. Nachfragen und ca. 1 Monat eine Antwort. "Ich solle mich mal telefonisch melden..."
Hab ich nicht gemacht, sondern die Karre bei 1.000km zur Inspektion gebracht. Nervig fand ich es trotzdem. Wer, wenn nicht Honda, sollte die Kunden über deren Garantiebestimmungen informieren?!

"Ausgehen": Am Anfang ein Nachtrag: nach der 1.000 km Inspektion ist das Problem bei mir nicht mehr aufgetreten!

Nicht die CRF und ich gehen gemeinsam aus, sondern nur der Motor. Ich habe das Problem zwar selten und nur wenn die Kiste warm ist, gefährlich und ärgerlich bleibt das trotzdem. Ich fahre auf eine Tankstelle und bleibe unvermindert auf der Auffahrt stehen, da der Motor aus ist. Fast hängt mir ein Auto im Heck...

Honda ignoriert das Problem. Obwohl man in div. Foren darüber liest, dass genau dieser Fehler häufig nicht nur bei der CRF250L, sondern auch bei den CBR Modellen Auftritt, macht Honda die Aussage, dass es den Fehler gar nicht gibt. Finde ich doof!

Gut, das war es aber auch schon - der Rest macht mich glücklich.

Hier nun die (noch kurze) Wartungsliste:

Datum/Aktion Kilometerstand Kosten
August 2015:
Kauf
 0 € 3790,-
Oktober 2015:
1.000 Km Inspektion - Honda Händler

(Ölfilter, Öl, Kühlfl., Inspekt.)
997 km € 179,-
Juli 2016:
Ölwechsel
(Louis Öl, selbst gemachter Ölwechsel)
3.500 km € 15,-
Oktober 2016:
Inspektion - Honda Händler
(Ölwechsel/Filter; Kupplungszug einstellen, Gewinde
am Gepäckträger reparieren, Ventilspiel checken)
4.851 km € 159,-
Oktober 2016:
Neue Reifen
(Michelin T63)
4.851 km € 115,-

Anmerkungen

1) Durchzugsproblem:
Im Vergleich zu allen anderen CRF250L die ich gefahren bin, zieht meine nicht sauber durch. Das Problem besteht seit dem Kauf. Es handelt sich um kleine Verzögerungen in der Gasannahme. Sie beschleunigt nicht so rund, wie andere CRF und im Gelände ist halt nicht sofort das Gas da. Problematisch beim Anlupfen und dem einen oder anderen Trick, den ich gerne mal probieren würde.
Honda Petrick in HH, mit denen ich sehr zufrieden bin, hat versucht den Fehler zu finden. Bis jetzt ohne Erfolg, wird aber demnächst einen weiteren Versuch (evtl. Steuergerät tauschen u.ä.) unternehmen. Das finde ich schon mal gut und bin gespannt, ob sich das lösen lässt.

Neue Reifen Michelin T63

18.02.2017-Nachdem viele CRF250L Fahrer den Michelin empfohlen haben, wollen wir ihn nun auch einmal ausprobieren. Gleichzeitig haben wir verstärkte Enduroschläuche von Maxxis verbaut. Die Kombi soll ganz geländetauglich sein. Erste Probefahrten demnächst.

 

Wir haben natürlich auch echt Glück, dass unser Schrauber Inhaber eines MXGP (Motocross WM) Teams ist ;-) www.stc-racing.de

Danke an Colin Streubel für`s einbauen und viel Glück für die ertse WM Saison!

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DR Offroad Days mit der CRF250L

KTM Adventureland Marisfeld

Hoope Park

Ich bin zwar zur Zeit ziemlich schreibfaul, aber von dieser kleinen Ausfahrt muss ich einfach berichten. Wir haben uns mittlerweile einen 11 Jahre alten T5 Bulli gekauft und den für uns ein bisschen hübsch gemacht (aber das ist eine andere Geschichte). Dieser Bulli sollte nun bei einer ersten Tour gecheckt werden und da traf es sich gut, dass der Herr Ernie Trölf (handwaschpaste-blog) vorschlug sich in Thüringen bei den DR Offroad Days zu treffen.

Diese traditionelle Veranstaltung von Stefan Hesslers Rallye Team findet in der KTM Adventureworld in Marisfeld bei Suhl statt. Das tolle dabei: Hier treffen sich nur die schweren Enduros – Leichtgewichte (unter 150Kg)  sind nicht zugelassen.

 

Da wir uns ja immer noch im Anfängerbereich bewegen, buchten wir gleich ein Training bei Stefan Hessler dazu. Kann sicherlich nichts schaden, wie wir ja im Hoope Park feststellen durften.

Auf geht`s Richtung Thüringen

Also zack, den Bulli vollgestopft und Jubel, beide CRF250L,  Bett und Zeug passen rein. Abfahrt von Hamburg auf freien Autobahnen und das am Freitag! Nach ca. 500Km erreichten wir Marisfeld.
Erstes Fazit: Geil so n Bulli zu haben. Macht Spaß die Karre.

Nachdem uns Stefans Frau Ramona unsere Unterlagen (Aufkleber für s Mopped, Essensbons) aushändigte ließen wir unseren Blick über den Zeltplatz schweifen. Schon alles voll mit CRFs, 350er DRs von Suzuki , Transalps, sogar eine V-Strom und ähnlichem Offroadmaterial. Ein fröhliches Knattern hüllte die Szenerie ein.

 

Da traf auch schon der Trölf ein, welch ein Zufall (gleichzeitig obwohl 300 Kilometer weniger Anreise ;-), und gemeinsam suchten wir uns einen Stellplatz.

CRF250L - mit Gepäckrolle

Wo gehobelt wird fallen auch Späne

Was nun? Natürlich Strecke testen! Yeah!

Die sah allerdings im Gegensatz zu den Fotos im Internet überhaupt nicht flach aus, sondern ganz schön hügelig und so etwas kennen wir natürlich in der Nordheide überhaupt nicht. Ein bergige, kurvige Motocrossstrecke mit diversen Tables und Steilkurven. Alles auf schön hartem Sand gebaut. Rundherum Wälder und Felder, die größtenteils befahren werden dürfen.

 

Wie geil, bin ich im Paradies gelandet?!

 

So etwas wäre bei uns nicht vorstellbar. Ein Traum! Wir einigten uns auf eine Testrunde. Der erste Stopp auf der Strecke liess uns leicht erblassen. Ein gewaltige Steilabfahrt die einem Anfänger doch einen braunen Streifen in die Hose treibt, tat sich vor uns auf. Egal, den ganzen Mut zusammengenommen und runter! Zuviel gebremst, zuviel Kupplung gezogen, aber heil unten angekommen. Und gleich wieder den Berg auf der anderen Seite rauf, mit lauter schön steilen Kuppen. Mein Vorderrad hob ab. Das kannte ich der Form nicht. Letztendlich überlebte ich auf wundersame Weise diese Achterbahn (der Emotionen).

Weiter gings in den Wald. Ich will nicht zuviel erzählen, aber dabei gingen zwei Schalthebel drauf. Der von U.Schi und meiner. Tja, Endurofun ist hart zu Mensch und Material ;-) Zum Glück hatte Trölf Ersatzteile mit, sonst wäre hier unsere kleine Ausfahrt schon zu Ende gewesen. Vielen Dank Ernie!  

Tipp: Nummernschilder, Blinker und Spiegel bei offroad Abenteuern abmontieren!

Hesslers Anfängertraining

Nach einer kurzen Nacht und dem vom Hessler Team bereitgestellten Frühstück (€ 6,00 p.P.) ging es es mit dem Anfängertraining los. Es fand sich eine recht homogene Gruppe von ca. 20 Personen zusammen, die von Stefan Hessler und einem Kollegen eine sportliche Einführung in das Thema Offroaden geniessen wollte.

 

Nach einer kurzen Vorstellung ging es los und wir konzentrierten uns den ganzen Tag über auf das richtige Fahren im Stehen, Kurvenfahren auf losem Untergrund und Bremsen brutal bis zur Blockierung von Vorder- und Hinterreifen. Stefan erklärte die ganze Geschichte sehr gut und anfängergerecht. Wir haben in diesem Kurs wieder eine ganze Menge gelernt! Super.
Ich hätte mir noch gewünscht, dass ein paar mehr Themen angerissen worden wären (tiefer Sand, tiefe, nasse Traktorspuren, Bergauffahrten, Abfahrten etc.). Letztendlich hätte man das aber alles noch nach dem Training abfragen können, wenn man nicht zu kaputt gewesen wäre. Ja, kaputt....das ist anstrengend, das rumgegurke. Sport.

 

Da halfen dann abends auch nur noch ein paar Bier und wenige Minuten später komatöser Schlaf im gemütlichen Bulli.

 

Am Sonntag drehten wir noch ein paar Runden, all zuviel ging jedoch nicht mehr, da nahezu alle Muskeln, Knochen, Sehnen und Gelenke  vom Samstag wie verrückt brannten, schmerzten, zwickten. Autsch, aber schön

 

So packten Ernie Trölf und Team Rossi die Moppeds  in die Bullis und tuckerten gegen 14:00 Uhr Richtung Heimat.

Unser Fazit:

Ein absolut geiles Wochenende.


Das KTM Adventureland ist ein wirkliches tolles Gelände für Offroader. Eine sehr abwechslungsreiche Crosstrecke mit festem Untergrund, die gut mit CRFs und Ähnlichem bewältigt werden kann. Ein bisschen Erfahrung sollte man hierfür allerdings mitbringen. Jedoch gibt es auch einfache Passagen, die von Neulingen zum Üben verwendet werden können. Im Wald kann man sich ebenfalls das ganze Wochenende auf Auf- und Abfahrten und Singletrails vergnügen.

 

Die Veranstaltung vom Hessler Team findet 2 mal jährlich statt. Die Teilnahme kostet € 61 (Klasse 2 und 3), möchtet ihr das Training machen müsst ihr insgesamt € 127 (Klasse 1) berappen.
Die Stimmung auf dem ganzen Feld war friedlich, freundlich und symphatisch. Nur nette Leute mit netten Moppeds. An dieser Stelle auch danke an Stefan Hessler und Team, dass sie so ein tolles Event organisieren.

 

Uta, Trölf und ich haben ein tolles CRF Wochenende in Marisfeld verbracht – Was gibt es schöneres?!

Mehr Infos: http://www.hessler-motorsport.de/offroaddays/

 

 

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Hoope Park - Enduro

Ride4Fun bei Bremen

Hoope Park

Wir hatten ja schon lange mit dem Gedanken gespielt unsere CRF`s mal auf eine professionelle Motocross- Endurostrecke auszuführen. Der Wetterbericht sagte für letztes Wochenende exquisites Wetter mit Temperaturen von über 25 Grad voraus. Zudem war der Hoope Park für Enduros reserviert. Ride4Fun, so das Motto. Diese Veranstaltung gibt es einmal im Monat, Zugang haben ausschließlich straßenzugelassene Enduros. Das klang gut, zumal ein Riesenspaß auch für Anfänger auf der Homepage angekündigt wurde.

Die CRF250L als Reisemotorrad!?

Schön war ebenfalls, dass wir auf diese Art einmal ausprobieren konnten, wie sich unsere kleinen 250ccm Maschinen mit Gepäck machen würden. Keine Satteltaschen, nur Dixi_Prinzessins (Utas) Kriega Tasche, eine Louis Rolle und meine Büse Rolle. Alles dabei für 4 Wochen ;-) - Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kochkram, Gaskocher, Klamotten, Werkzeug und der ganze andere Kram.

 

Ja, das geht, soviel kann ich jetzt schon sagen. Die CRF ist absolut reisetauglich. Für einen Einzylinder so etwas von laufruhig und unanstrengend. Wow! Wer langsames Reisen auf Landstraßen und Feldwegen mag, wird die kleine Honda lieben. Verbrauch unter 3 Liter.

 

Das war wohl nichts mit dem Wetterbericht! Nach einer gemütlichen Fahrt über`s Land fing es nach ca. einer Stunde an zu regnen und das nicht zu knapp. Kurze Rast in einem Kaffee, aber richtig schön wurde es das ganze Wochenende nicht. Danke Wetterbericht!

CRF250L - mit Gepäckrolle

Angekommen im Enduro Wunderland?

Im Hoope Park angekommen entrichteten wir unsere € 15,00 Startgeld für den halben Tag, bauten unser Zelt auf und nahmen kleine Veränderungen an den CRFs vor. Spiegel ab, Nummernschilder ab etc. Ein erster Blick auf die Strecke ließ und leicht erstarren: Wir sahen nur tiefen Sand (und die Wetterbedingungen waren enorm gut, die Strecke noch nicht ausgefahren).

 

Die anderen Fahrer schauten uns etwas mitleidig an. Hier fuhren natürlich nur 100kg/50PS Sportenduros von KTM bis Husqvarna. Es waren jedoch alle supernett und standen uns mit Tipps und Ratschlägen zur Seite. Dafür ein dickes „Daumen hoch“! Wir waren jedoch tatsächlich die Einzigen mit Dualsportenduros +100kg (genaugenommen fast 150kg) und das war nicht gut.

Hoope Park - Tiefer Boden auch im Wald

Ab auf die Strecke!

Mit Mut und zitternden Knien ging es auf die Strecke. Tiefer Sand, schlidder, steile ausgefahrene Auffahrt, Abfahrt, superenge tiefsandige Kehre. Auf solchem Terrain fehlten uns wirklich die Erfahrungswerte, weil sie nicht in der Natur vorkommen. Wald- und Feldwege, tiefer Heidesand, Lehmboden, kaum fahrbare Treckermatschspuren und Monsterpfützen hatten wir bis dahin eigentlich gut im Griff. Aber eine Piste mit tiefem, festen Sand, das war neu. Auf 4,9 Kilometern ging es auf diesem Untergrund über die Motocrossstrecke und durch den Wald.

 

Wie sich schnell herausstellte kam hier einiges zusammen: Mangelnde Technik der Fahrer, falsche Reifen und ein zu schweres Motorrad. Immer da, wo Geschicklichkeit gefragt war, funktionierten wir und die CRF richtig gut. Das waren aber leider nur sehr wenige Passagen. Logischerweise begrub ich mich dann gleich mal unter der Honda. Klatsch, umgefallen. So etwas war mir noch nie passiert. Einfach in der engen Kurve hängengeblieben, in einer Spurrille. Vermutlich. Zu lahm? Wahrscheinlich. Sofort hielt einer der Kollegen an und hievte die Maschine von meinem Bein. Danke und zweiter Daumen hoch.

 

Uschi meisterte den Kurs ohne hinzufallen, war aber auch mächtig beeindruckt.

Unser Fazit:

Wir hatten nach dieser einen Runde genug. Es machte uns einfach keinen Spaß mit den CRFs. Es ist halt doch eine Anlage für Crosser und Sportenduros. Wir mögen lieber wechselnde Untergründe, das was in der Natur vorkommt. Mit unserer langsamen Fahrweise standen wir natürlich oft im Weg, was jedoch keinen zu stören schien (dritter Daumen hoch!).

 

Wir trainierten noch ein bisschen auf der Kinderstrecke und merkten dort, dass diese Art des Endurofahrens (noch?) nichts für uns ist.
Da das Wetter sich immer noch von seiner grauen Seite zeigte, packten wir unser Zelt zusammen, verabschiedeten uns von den netten Kollegen und gurkten ganz gemütlich über Feldwege nach Hause.

 

Die für das Camping gekauften thailändischen Tütensuppen schmeckten auch auf dem Sofa.

 

Für Dualsportfahrer: Habt Ihr die Möglichkeit auf so einem Kurs zu fahren probiert es mal aus. Mit den richtigen Reifen sind die Strecken gut zu bewältigen und verbessern definitiv die Fahrtechnik. Hier sind andere koordinative Fähigkeiten gefragt, als im natürlichen Gelände.

 

Wir jedoch freuen uns auf eine Tour durch MeckPom oder ähnliches, dass entspricht mehr unseren Vorstellungen von echtem Offroad fahren (Enduro Wandern) :-)

Fragen gerne an uns z.B. über die Kommentarfunktion

 

Alle Infos zum Hoope Park und den Ride4Fun Veranstaltungen:

 

www.hoopepark.de/events/ride4fun.html

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Endurowandern ist toll!

Warum eigentlich?

Honda CRF 250 l beim Endurowandern

Also was wir im Moment mit dem Motorrad so erleben ist wirklich geil!

Vor ein paar Monaten haben Uschi und ich uns ja 2 Honda CRF250L Dualsport Enduro zugelegt. Die sehen echt chic aus, die Leistungsdaten klingen jedoch etwas mickerig. 23 PS /140 Kg. Das spricht für sich. Ist das eigentlich wirklich so?

Unsere Triumph hat ja über 100PS, aber wer fährt die schon auf der Strasse aus? Schlau ist das auf jeden Fall nicht. Entspannend auch nicht. Klar, das ist subjektiv-Mein Ding war das bis jetzt zumindest nicht.

Jedes Mal über gerade,  norddeutsche Straßen zum nächsten Elbfährnanleger zu düsen, Käffchen zu trinken und wieder nach hause zu fahren macht natürlich auch Spass, wird aber auf Dauer langweilig.

Eine Dualsport Enduro, ja!

CRF250L-Erste Ausfahrten in der Nordheide
Durch den Wald!

Jetzt, in diesem Herbst mache ich völlig neue Erfahrungen auf dem Motorrad. Dualsport Enduro? Das heisst ja letztendlich nicht anderes, als dass man mit dem Gerät auf der Straße und Offroad fahren kann. Die Straßenfahrer belächeln die CRF – zu lahm! Die Crossfahren lachen sich schlapp – zu wenig PS und viel zu schwer!
Wir sagen: Für den "Normalo" genau das Richtige!


Auf der Landstraße reicht der Speed völlig aus. Das Teil beschleunigt locker auf 120km/h, das ist genug. Im Wald, Matsch und tiefen Sand sind 23PS ebenfalls ausreichend. Also bevor die Maschine da an ihre Grenze kommt müssen wir noch ziemlich viel üben!

Das ist Sport!

Toll, die CRF250L
Die Ktm LC 4 darf auch mal mit ;-)

Das wirklich Besondere ist jedoch die Art, wie wir jetzt fahren. Eine Mischung aus Straße und Offroad, immer mit dem Blick nach links und rechts, ob es nicht einen Feldweg gibt in den man abbiegen kann. Herrliche kleine- und kleinste Sträßchen, tiefe „Mullersand“ Wege, Pfützen, Schlamm. Im sitzen Fahren, aufstehen und stehend die Bodenunebenheiten ausgleichen. Ja, da kommt man ins Schwitzen. Mit so einer Kiste bist Du in die Natur integriert, ein Teil davon. Das langsamere Fahren lässt Dich geniessen und entspannen. Die Offroadanteile fordern Dich körperlich. Die ganze Kiste wackelt wie verrückt, völlig instabil. Du kannst den Hahn aufreißen und das Hinterrad geht weg (und das ziemlich schnell kontrolliert), in der Kurve schmeisst Du Dich Richtung Tank, das Bein nach vorne und driftest leicht um die Ecke. Du bremst und das Ding steht quer. Schlaglöcher rütteln Dich durch. Daneben Sonne, blauer Himmel, goldener Herbst, frische, klare Luft. Zu hause erschöpft, glücklich und voller Vorfreude auf die nächste Runde. Endurowandern ist toll!

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Honda CRF250L

Ein neues Motorrad

CRF250L - Der Kauf beim Honda-Händler

Jetzt ist also das passiert, womit ich nun wirklich nicht mehr rechnen konnte: Uschi und ich haben uns ein neues Motorrad gekauft. Also ich meine, ein wirklich nigelnagelneues Motorrad. Fabrikneu. Unbenutzt. Direkt vom Händler. Aus dem Schaufenster. 0 km.

 

Und das kam so: Letztes Jahr machten wir einen Endurokurs beim ADAC in Lüneburg. Motorrad damals war die KTM 350 Freeride, die vom ADAC zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Training hat uns so gut gefallen, dass wir noch Wochen später davon sprachen. Motorradfahren zwischen Sport und Entspannung. In der Natur und auf der Strasse. Unser Ding.

Natürlich schaut man dann als alter Internetfuchs, was es noch für Modelle ausser der Freeride in diesem Segment gibt. Diese ist uns nämlich viel zu teuer, hat zu hohe Wartungsintervalle (alle paar Fahrminuten muss die ganze Kiste auseinander geschraubt werden...) und, ach, Geld für so etwas hatten wir eigentlich eh nicht. Nach einiger Recherche stiessen wir dann doch auf eine interessante Variante die unserer Offroadidee wesentlich näher kam, als eine Motocross- oder Hardenduro Maschine: Eine Dualsport Enduro (Honda CRF 250 L, Kawasaki KLX 250, Yamaha WR 250 u.ä.)

Hierbei handelt es sich um Motorräder die für die Strasse, aber auch den gemässigten Offroad Einsatz konzipiert sind. Etwas schwerer als echte Enduros, weniger PS und mit Blinker, Lampen und Tachometer ausgestattet. Die Kommentare vieler Crosser zu diesen Motorrädern sind vernichtend und die lächerlichen 23 PS sollten, so die Meinung der Fachleute, weder für die Strasse noch den Offroad Betrieb geeignet sein. „Die kann eigentlich nichts richtig!“. Meiner Meinung nach liegen die Kollegen da falsch. Für gemässtigte Endurofahrer (und Wanderer) und Offroadfreaks ist die Honda bestens geeignet. Und jetzt kommt`s: Die CRF250L kostet nur ca. € 4.700.-

Für ein neues Motorrad von Honda ein echter Hammer!?

Yeah! Genau das Richtige für uns!

CRF250L-Erste Ausfahrten in der Nordheide
Erste Ausfahrten durch die Heide - Erwartungen mehr als erfüllt!

So nahm die Sache Ihren Lauf. Ich beobachtete mehrere Monate die Gebraucht- und Neuangebote bei Mobile, Ebay etc. und es stellte sich schnell heraus, das die CRF gebraucht meist gar nicht soviel billiger war, als die neue Variante. Kein Wunder, denn das Modell gibt es erst seit 2012. Weiterhin liefen gerade Sonder-Sommerpreis Aktion, wo die Gute nur € 3.990,- kosten sollte.

Nach Probefahrten, zähen Verhandlungen und vielen eMails war es endlich soweit. Wir konnten eine neue CRF250L für gerade mal € 3.790,- erstehen. Vom Händler. Ganz regulär. Geil. Irre.

 

Ich glaube, dass liegt daran, dass die Kisten in Deutschland wie Blei bei den Moppedhändlern stehen. Unverständlich und zu Unrecht. Vielleicht ein europäisches Problem, wo man mehr auf PS und Hubraum setzt und kleinere Maschinen gar nicht in Betracht gezogen werden. Ich kenne jedoch mittlerweile viele erfahrene Motorradfahrer, die sich für dieses Modell entschieden haben und davon absolut begeistert sind. Die Fangruppe wächst. Was Fahreigenschaften, Technik und persönliche Erfahrungen angeht, werde ich in den nächsten Wochen und Monaten mehr schreiben - Wer vorher etwas wissen möchte kann mich gerne anschreiben.

Der Kauf

Toll, die CRF250L
Die CRF bei Ihrer ersten größeren Ausfahrt!

Uschi und ich setzten uns an einem Samstag morgen um 7:00 Uhr (gähn!) in unseren Twingo und tuckerten nach Schleswig. Prima, alles dabei (Stau und so...).

Glücklicherweise schafften wir es noch rechtzeitig und der Händler hatte noch nicht geschlossen. Die CRF war für uns vorbereitet, das Bargeld wechselte den Besitzer und wir erhielten Papiere und Schlüssel. Fertig.

Huch, das hatte ich mir anders vorgestellt (ist wie gesagt unser erstes Neufahrzeug)! Wo blieben Schampus und Blumen?! Oder entsprang diese Vorstellung nur meinem verkorksten- , nostalgisch-, romantisch- und werbegeprägten- Konsumenmtenblick?

Vielleicht ein Honda T-Shirt? Ein paar Aufkleber?

Nö, nix gab es!

Da muss ich Honda wohl nochmal beraten!?

Feierlichkeiten hin-Präsente her, das war nun auch egal. Wenigstens war noch 1/2 Liter Benzin im Tank (gratis)! Die CRF gehörte uns.

Abwechselnd und glücklich tuckerten wir gemütlich über die Landstraße von Schleswig in die Nordheide.

 

Jetzt nach einigen Wochen und ca. 1.000 (oft Offroad Kilometern) haben wir 2 CRFs und sind wirklich begeistert von den Teilen.

Für jetzt soviel: Im Gelände geht viel und bis wir die Maschine dort ausquetschen können werden noch etliche Monate (oder sogar mehr) ins Land ziehen. Das Gewicht von 140kg könnte zwar niedriger sein, ist aber noch in Ordnung. Die Maschine lässt sich toll bewegen. Die 23 PS könnten zwar mehr sein, reichen aber auch wirklich und überraschenderweise völlig aus. Auch auf der Straße kann man mit dem Teil länger und entspannt fahren.

 

Toll, wir sind begeistert!

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