5.000km Europa - Teil 3

Slowenien - Kroatien

slowenien kroatien mit dem motorrad

Es regnet, es regnet...

Ein Bericht aus unserem alten motorrad-blogbuch.de - Die Trasalp/Triumph Street Triple Zeit

Teil 1:  Buchholz - Allgäu
Teil 2: Österreich - Südtirol
Teil 3: Slowenien/Kroatien
Teil 4:  Italien/Toskana
Teil 5: Fazit und Etappenplan

"Sommer Katasstroff" (Kroatisches Sprichwort)

Kapitel 3: Bibione -Trieste - Roc - Krk/Cres - Senj - Plitvicka - Zadar

Bevor wir von unserem Aufenthalt in Kroatien berichten müssen wir Euch natürlich noch dringend von unserer Nacht in Bibione (Stadteil von San Michele al Tagliamento) erzählen.

 

Bibione liegt an der Adria, ca. 90km von Venedig entfernt. Wir reisen also nach ca. 10 Stunden Fahrt in Bibione ein und suchen einen Zeltplatz. Von denen gibt es hier ca. 2.000. Echt preisgünstig die 5***** Sterne lätze. Wir entscheiden uns für die Spottpreisvariante auf dem 3*** Sterne Platz Lido (www.campinglido.com) und machen mit ca. 40€ pro Nacht (2Pers./1Zelt) ein echtes Schnäppchen.

 

Schnell das Zelt aufgebaut und schon fängt es an zu regnen. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, wenigstens 1x an den Strand zu gehen.

Geil, was wir sehen sind nur ca. 2 Milliarden liegen und Sonnenschirme. Ein Traum. Im Camping eigenen Restaurant essen wir eine leckere Pizza und geniessen dabei das bunte Animationsprogramm für Kinder - Eine Schaumdisco. Ein abschliessender Stadtbummel rundet unseren Adriaaufenthalt ab.

Unter kulturellem Aspekt sollte sich das jeder mal angucken.

Kroatien

Eine Übernachtung war jedoch genug für uns und so fuhren wir am nächsten Tag von Bibione über Trieste, durch Slowenische Wälder, nach Kroatien, wo wir letztendlich in Roc landeten.

 

Die Fahrt auf italienischer Seite war wieder sehr gemischt. Bewußt vermieden wir die Autostrada (Autobahnen) und fuhren auf Land- und Bundesstrassen. Eine unglaubliche Mischung aus schöner Natur, interessanten Orten, aber auch wahnsinnig schlechten Strassen, Industriezonen, wieder 30-50 km/h gegurke. Sonne und Schatten, so wie das Wetter.

 

Atemberaubend ist dann allerdings der Ausblick auf Trieste, sowie die Durchfahrt durch diese geschichtsträchtige Hafenstadt (http://de.wikipedia.org/wiki/Triest). Nach einem Stopp in Muggia entschlossen wir uns die kroatischen Touristenmetropolen Koper und Rovinj zu sparen und stattdessen den Weg durch Slowenien zu suchen.

Auf der Karte (rechts) könnt Ihr ungefähr sehen, wo wir langgefahren sind. Hübsche kleine Pässe, gute Strassen, offroad ähnliche kleine Berg- und Waldstrassen, Menschen- bzw. PKW leer. Super.

Blöd nur, wenn man irgendwann erschöpft wir ist und es kaum Strassenschilder gibt. Glücklicherweise konnten wir auf einer dieser Waldstrassen ein Polizeiauto stoppen (was machte es da?). Zwei ca. 25 jährige Models (ich vermute als Polizistinnen verkleidet ;-) ) stiegen aus dem Fahrzeug und erklärten uns die Route. Endlich bekam meine Transalp Arbeit und durfte fast offroad fahren. U.Schis Triple machte das glücklicherweise und dank überragenden fahrerischen Talents auch mit. Nachdem wir in Slowenien keine Übernachtungsmöglichkeit fanden (das ist generell schwerer, als in Kroatien!), entschlossen wir uns noch "schnell" nach Kroatien zu fahren.

 

Völlig erschöpft, mit mittlerweile wieder weit über 10 Stunden Fahrzeit, erreichten wir Buzet. In einem kleinen Cafe sagte man uns, daß es hier und in der Nähe keine Pensionen geben würde. Wir waren kurz vor einem Nervenzusammenbruch - Die Erschöpfung...Ihr kennt das.

Nachdem wir mit letzter Kraft eine Charmeoffensive starteten und den Laptop auch noch zur Hilfe nahmen erfuhren wir, daß es in der Nähe, in Roc ein Zimmer für uns gäbe. Hurtig warfen wir uns auf die Moppeds und glühten nach Roc. Ein interessanter mittelalterlicher Ort. Empfehlenswert! Hier checkten wir schnell in die Pension (Hostel Roc, http://croatia.hr/) ein, die zwar ganz schön, aber dafür auch schimmelig in den Zimmern war. Essen. Bier. Schlafen. Ach ja, und bevor ich es vergesse - Natürlich hat es zwischendurch immer mal geregnet.

Tour Empfehlung Kroatien: "Inselhopping"

Wir haben in unser Inselhopping nur 2 Inseln eingebaut. Krk & Cres. Die Anfahrt seht Ihr auf der Karte oben. Auf Krk kommt man übrigens über die kostenpflichtige Krk-Brücke - ein monumentales Bauwerk (http://de.wikipedia.org/wiki/Krk-Brücke).

 

Von Insel zu Insel geht es natürlich mit der Fähre. Die Überfahrten sind bezahlbar (ca. 8-10€ pro Fähre pro Person und Motorrad) und müssen nach unseren Erfahrungen nicht im Voraus gebucht werden. Auf den Inseln sieht man dann vieles, was Kroatien wohl ausmacht. Karge Landschaften, Meer, Kleine Dörfer, Natur und meist sehr gute und neue Strassen. Teilweise wurden wir auch mit tollen Serpentinenstrecken, die einen wunderschönen Blick auf das Meer erlaubten, verwöhnt. Die Entspannung auf den ca. 30-60 minütigen Überfahrten tat auch gut. Uns hat diese Tour in Kroatien mit am besten gefallen.

Pflichtbesuch im Nationalpark Plitvicer Seen

Mittlerweile waren wir in den Ort Senj in eine Pension gezogen. Die Gastgeber waren wieder enorm freundlich und nett, so wie man es sich als Urlauber wünscht . Dies darf leider nicht darüber hinwegtäuschen, daß unser Zimmer/Bad sehr versyfft war und das bei sehr ordentlichen Preisen von ca. € 50,- p. Nacht.

 

Was natürlich bei keinem Kroatien Besuch fehlen darf ist der Pflichtbesuch im Nationalpark Plitvicer Seen. Bei starker Bewölkung starteten wir von Senj aus. Eine Berg- und Landetappe brachte uns ins kroatische Hinterland. An der Strasse wurde alle 10 Meter selbstgemachter Honig und Käse verkauft. Im Naturpark angekommen gab es eine positive Überraschung: Motorradfahrer haben hier frei parken.

Im Park bot sich uns ein Naturspektakel mit phantastischen Wasserfällen, unglaublichen grünen Seen, Bächen, klarem Wasser, wie es klarer nicht sein kann. Wunderschön. Hier und in der Umgebung wurden die "Winnetou Filme" gedreht. Irre!

Allerdings ist es ein bisschen nervig, wenn man sich diese Naturoase mit 2 Millionen anderen Touristen teilen muss. Die ungesichterten Wege (links und rechts Wasser und Felsen) sind vollgestopft und jeder Besucher macht im Schnitt 890 Fotos + Selfies + Gruppenfotos. Der Eintritt beträgt p.Person ca. 25 Euro. Darin enthalten ist eine kleine Seeüberquerung mit dem Boot und ein Busfahrt zum Parkplatz.

 

Wir hatten das Pech, daß es zu einem Wolkenbruch kam und die Ausschilderung so schlecht war, daß wir Ewigkeiten brauchten um zum Ausgang zu kommen. So standen wir, genauso wie die anderen Besucher, sprichwörtlich im Regen.

Völlig durchnässt fuhren wir zurück nach Senj. Auf dieser Fahrt kam es noch einmal zu Starkregen. Zum Glück kamen wir ohne Unfall durch und standen zitternd in unserer Pension.

 

Unser Tipp: Da der Naturpark definitiv lohnenswert ist, sucht Euch einen Sonnentag aus und versucht die Anlage während der Wochentage zu besuchen.

Zadar - Ancona

Nun war es leider so, daß der Wetterbericht auch für die nächsten Tage viel Regen in Aussicht stellte. Eigentlich wollten wir ja noch Slowenien erkunden, doch hier war für die nächste Zeit Wolkenbruch und Gewitter angesagt.

Nichts für uns! Nach langem hin und her entschlossen wir uns die Route zu ändern. Wir wollten nach Italien.

 

Wie macht man das am besten? Na klar, mit der Fähre. Und so fuhren wir über einen Teil der Jadranska Magistrala (Küstenstrasse) nach Zadar, wo wir nach Ancona übersetzen wollten.

 

Die Küstenstrasse hat uns beiden auch gezeigt, daß wir nicht die größten Kroatienfans werden sollten. Die Strasse war super ausgebaut, toll zu fahren, abwechslungsreich vom Streckenprofil - Die Landschaft hingegen ziemlich karg und wenig abwechslungsreich. Teilweise ein Blick auf s Meer und nahezu unbewachsene Inseln. Naja, unser Ding war es halt einfach nicht so.

 

In Zadar angekommen hatten wir kein Problem uns Plätze auf der Fähre zu sichern. Preis pro Person und Motorrad ca. € 100,-, ohne Kabine. Die Zeit zur Abfahrt verbrachten wir mit einem Bummel durch die sehenswerte Altstadt von Zadar, mit Ihren kleinen Gassen, Cafes und Sehenswürdigkeiten. Zu Essen gab es eine Riesenpizza, die wir zu zweit nicht geschafft haben (ca. 10,- €).

Gegen 22:00 Uhr sollte die Fähre losfahren, die Verladung der Moppeds stellte kein Problem dar.

Tuuuuuut-Und los geht es Richtung Ancona.

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