Wartungsbuch - Honda CRF250L

Inspektionen & Reparaturen

Achtung umgedrehte Reihenfolge - Neueste Beiträge unten!

Was liegt an?

Das ist natürlich nicht neu, aber vielleicht sinnvoll. Der Weg eines neuen Motorrads lässt sich gut verfolgen und so möchte ich hier alle Infos über Inspektionen und Reparaturen an meiner CRF sammeln.

Was mir bis jetzt aufgefallen ist...

Rahmen: Wir haben uns ja entschlossen mit Cross Stiefeln zu fahren. Resultat ist, dass nach ein paar Fahrten schon der ganze Lack vom Rahmen abgeschrabbelt ist. Da könnte man werkseitig schon mal Aufkleber oder sonstwas anbringen. Ich schätze langfristig ist das auch nicht nur ein "optisches" Problem.

Garantie: Das fand ich wirklich verrückt. Die CRF ist ja mein erstes Neufahrzeug und so versuchte ich beim Händler und Honda direkt (also Honda Deutschland) herauszufinden, ob ich die 1.000 km Inspektion bei genau eben diesen 1.000 Kilometern durchführen lassen muß oder ob das auch noch bei z.B. 1.500 km funktioniert. Ich wollte ja keine Garantieansprüche einbüssen.

Der Händler konnte mir schon mal gar nichts sagen und von Honda Deutschland bekam ich nach div. Nachfragen und ca. 1 Monat eine Antwort. "Ich solle mich mal telefonisch melden..."
Hab ich nicht gemacht, sondern die Karre bei 1.000km zur Inspektion gebracht. Nervig fand ich es trotzdem. Wer, wenn nicht Honda, sollte die Kunden über deren Garantiebestimmungen informieren?!

"Ausgehen": Am Anfang ein Nachtrag: nach der 1.000 km Inspektion ist das Problem bei mir nicht mehr aufgetreten!

Nicht die CRF und ich gehen gemeinsam aus, sondern nur der Motor. Ich habe das Problem zwar selten und nur wenn die Kiste warm ist, gefährlich und ärgerlich bleibt das trotzdem. Ich fahre auf eine Tankstelle und bleibe unvermindert auf der Auffahrt stehen, da der Motor aus ist. Fast hängt mir ein Auto im Heck...

Honda ignoriert das Problem. Obwohl man in div. Foren darüber liest, dass genau dieser Fehler häufig nicht nur bei der CRF250L, sondern auch bei den CBR Modellen Auftritt, macht Honda die Aussage, dass es den Fehler gar nicht gibt. Finde ich doof!

Gut, das war es aber auch schon - der Rest macht mich glücklich.

Hier nun die (noch kurze) Wartungsliste:

 

Datum/Aktion Kilometerstand Kosten
August 2015:
Kauf
 0 € 3790,-
Oktober 2015:
1.000 Km Inspektion - Honda Händler

(Ölfilter, Öl, Kühlfl., Inspekt.)
997 km € 179,-
Juli 2016:
Ölwechsel
(Louis Öl, selbst gemachter Ölwechsel)
3.500 km € 15,-
Oktober 2016:
Inspektion - Honda Händler
(Ölwechsel/Filter; Kupplungszug einstellen, Gewinde
am Gepäckträger reparieren, Ventilspiel checken)
4.851 km € 159,-
Oktober 2016:
Neue Reifen (Michelin T63)
4.851 km € 115,-
K&N Luftfilter 6.000 km € 60,-
November 2017 (Louis Öl, Dichtung) 8.500 km € 25,-
März 2018 - Ölwechsel, Ölfilter & Dichtung (selbst gewechselt) - s.o. 8.500 km € 0,-

Juli 2018:
Neue Reifen (Michelin Anakee Wild)

9.000km € 0,-

Anmerkungen/CRF250L Probleme

1) Durchzugsproblem (Oktober 2016):
Im Vergleich zu allen anderen CRF250L die ich gefahren bin, zieht meine nicht sauber durch. Das Problem besteht seit dem Kauf. Es handelt sich um kleine Verzögerungen in der Gasannahme. Sie beschleunigt nicht so rund, wie andere CRF und im Gelände ist halt nicht sofort das Gas da. Problematisch beim Anlupfen und dem einen oder anderen Trick, den ich gerne mal probieren würde.
Honda Petrick in HH, mit denen ich sehr zufrieden bin, hat versucht den Fehler zu finden. Bis jetzt ohne Erfolg, wird aber demnächst einen weiteren Versuch (evtl. Steuergerät tauschen u.ä.) unternehmen. Das finde ich schon mal gut und bin gespannt, ob sich das lösen lässt.

2.) Gabelleck, links (August 2017) - Bei Utas CRF leckt die linke Gabel nach ca. 9.000km. Die könnte evtl. auf einen Sturz/Dreck bei/von den DR Offroad Days stammen.
Allerdings scheint dieses Problem mit der linken Gabel bei der CRF250L häufiger aufzutreten.
Honda wollte das nicht auf Garantie/Kulanz reparieren. Schade eigentlich.

Gabelleck links, die Zweite (April 2018) - Und wieder leckt die linke Gabel bei Utas CRF. Das ist wirklich extrem nervig und aufwendig zu reparieren. Vom hypershop.de bekamen wir den Tipp, dass sich das problem eventuell mit SKF Dichtungen lösen liesse. Diese sind relativ teuer und es ist eigentlich schade, dass wir nun schon wieder den Fehler auf unsere Kosten beheben müssen. Mittöerweile (10.10.2018) sind wir wieder ca. 4.000 Kilomter mit den SKF Dichtungen gefahren und die Gabel ist nach wie vor dicht.

3.) "Weeping hole", an der rechten Seite der CRF gibt es ca. am Wasserpumpendeckel unten eine kleine Öffnung. Ihr mögt es nicht glauben, aber schon wieder ist Uta s CRF betroffen. Das Problem scheint bei ganz vielen Modellen (nach Infos aus Foren etc.) gerade der ersten Baureihe aufzutreten. Wenn ich das richtig sehe, gibt es hinter dem Deckel zwei Dichtungen. Eine für Kühlwasser und die andere für das Motorenöl. Normal scheint es zu sein, dass über die Öffnung während der ersten 1.000 Kilometern ein paar Tropfen Kühlwasser austreten können. Nicht normal ist allerdings der Verlust von Öl über diesen Weg. Ich war erstaunt wieviel CRF Fahrer dieses Problem haben.  Mich ärgert das mittlerweile enorm, weil Uta die Maschine nicht gerade ausquetscht und sehr vernünftig fährt. Ich denke auch diesen Schaden werden wir beheben müssen. An den neueren Modellen scheinen hochwertigere Dichtungen verbaut worden zu sein - das ist allerdings eine Info, die ich in einem Forum gefunden habe und somit nicht abgesichert.

Neue Reifen Michelin T63

18.02.2017-Nachdem viele CRF250L Fahrer den Michelin empfohlen haben, wollen wir ihn nun auch einmal ausprobieren. Gleichzeitig haben wir verstärkte Enduroschläuche von Maxxis verbaut. Die Kombi soll ganz geländetauglich sein. Erste Probefahrten demnächst.

 

Wir haben natürlich auch echt Glück, dass unser Schrauber Inhaber eines MXGP (Motocross WM) Teams ist ;-) www.stc-racing.de

Danke an Colin Streubel für`s einbauen und viel Glück für die ertse WM Saison!

01.09.2017-Mittlerweile sind wir die T63 ordentlich gefahren. Auf der Strasse, Offroad (bei den DR Offroad Days) und im Alpenschottereinsatz in Italien und Frankreich - mit ordentlich Steinen, Geröll, Steigungen, Abfahrten, Wasser etc. bei uns haben die Teile sich überall toll  bewährt und wir sind vollstens zufrieden. Zur Haltbarkeit können wir noch nicht soviel sagen.

12.03.2018 - Die Reifen waren jetzt knapp 4.000 km im Einsatz und sind nun nicht mehr so richtig für den Geländeeinsatz zu gebrauchen. Für Strassentouren wird er jedoch bestimmt noch einige Kilometer gut fahrbar sein. Auch hier zeigt sich: Je geringer der Anteil der Asphaltfahrten, desto länger hält das Profil. Insegesamt hat uns der T63 begeistert - besonders seine Eigenschaften im Sand und bei unseren Offroad/Schotter Etappen in den Alpen. Auf Asphalt fahren wir relativ entspannt, womit uns auch dort keine negativen Dinge aufgefallen sind. Klar ist, das so ein Reifen auf der Strasse ziemlcih laut ist.
Michelin nimmt den Reifen leider 2019 aus dem Programm und ersetzt ihn durch den Anakee Wild. Wir werden für die neue Saison vermtl. den neuen Michelin und einen Heidenau k60 Scout (in Hinblick auf unsere Weltreise) ausprobieren.

Der T 63 von Michelin nach ca. 4.000km. Sicherlich auch noch im Gelände zu verwenden - allerdings ist das Profil für Matsch, Schlamm und Sand schon zu weit runter.