Enduro - Onkel Toms Hütte

Saisonstart in Kaltenkirchen

 

Seit dem wir, nach der Anschaffung unserer CRF`s, wissen, wie viel Spaß das fahren im Dreck, Wald und auf Feldwegen macht, wollten wir uns mal eine richtige Enduroveranstaltung ansehen.  Natürlich auch zur Technik- und Taktikspionage ;-)

Hier unser Bericht mit supergeilen Fotos von U.Schi

Bei grauem Himmel und 7 Grad machten wir uns am Sonntag morgen nach Kaltenkirchen auf , also ca. 70 km in Richtung Norden. Autobahnabfahrt 18 und nun? Links oder rechts? Leider war hier nichts ausgeschildert. Da könnte der Veranstalter nachbessern. Glücklicherweise hatten wir vorher ein bisschen im Internet recherchiert und wussten ungefähr, wo was liegen sollte. Also links, Richtung Start und schon waren wir im Fahrerlager gelandet-da wollten wir nicht hin. Neue Taktik: Umdrehen und den roten Pfeilen folgen, die wohl eigentlich für die Teilnehmer angebracht waren?

Falsche Einfahrt - macht nichts!

Ein gewisses Rennfeeling kam dirket auf, weil uns ständig Endurofahrer auf der Straße und jeder Ecke entgegenkamen. Wir folgten der Straßen, verfehlten die richtige Einfahrt und nahmen (weil is` ja egal) die nächste. Ich weiß nicht wie, aber wir landeten in einem sehr interessanten Abschnitt des Rennens. Matsch, Schlamm und Wasser, glitschige Auf- und Abfahrten. Nicht nur die härte der Fahrer ist hier gefragt, sondern auch die der Zuschauer. Mittlerweile regnete es und wir waren froh, dass wir wasserdicht Schuhe (ein MUSS!) anhatten und die lehmigen „Wege“ gut meistern konnten. Auch so eine Art Sonderprüfung.

 

Dieser erste Teil zeigte auch, was für unterschiedliche Techniken gefahren werden. Einige Fahrer waren fast nur im Stehen unterwegs (die wirkten sicher), andere fuhren hauptsächlich im Sitzen. Taktisch fuhren einige Teilnehmer die Hindernisse langsam an, machten sich ein Bild und suchten ihre Spur, andere knallten einfach entlang des ausgefahrensten Bereiches.

Sonderprüfung 1 - Im Wald

Sonderprüfungen: Sonderprüfungen finden auf abgesperrten Geländeteilen statt. Bei Onkel Toms Hütte gibt es eine Sonderprüfung Wald, wo auch Hindernisse wie Baumstämme und Autoreifen warten und die Kiesgrube, die ihr z.B. auf den Videos bewundern könnt.

 

Die Prüfung im Wald sah eigentlich ganz angenehm aus. Eine enge, mit Flitterband abgesperrte Strecke, die zu einem kleinen Baumstamm- und Autoreifen- Parkour führte. Hier konnte man den einen oder anderen kleinen Umfaller sehen.  Enduro erfordert halt sehr viel Technik. Weiter ging es hier über einen Stoppelfeldkurs. Ihr seht, die Angelegenheit ist sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll.

Honda CRF 250 l

Ja, wir wollten uns das ganze natürlich auch ansehen, um zu checken, ob wir hier nicht mal mit unseren CRF`s teilnehmen könnten. Nachdem was ich gesehen habe, wird das zumindest unter den Bedingungen vom Samstag nicht funktionieren. Die 23 PS könnten reichen, aber über 140 Kilo!!!???

Ich habe so viele Fahrer gesehen, die sich mit den Rädern eingegraben haben, umgefallen sind oder am Hang hängenblieben. Das wird mit 144 fetten Kilos nicht gehen. Schade.
Eine echte Enduromaschine, wie ein KTM EXC, Beta RR250, GasGas EC300, Sherco 300 SE u.v.a. wiegt so um die 100 Kilo und hat ordentlich Dampf.
Ich glaube so etwas benötigt man für einen so anspruchsvollen Kurs.
Also erstmal mit ner Stoppelcrosseinlage und `nem vernünftigen Training anfangen ;-)

Sonderprüfung 2 - Die Kiesgrube

Nach einer weiteren kleinen Autoetappe landeten wir bei der SP2 an der Kiesgrube. Alles verschlammt, verregnet und nasskalt. Schöööön!

Hier wurde den Fahrer noch einmal alles abverlangt. Steile Auf- und Abfahrten, tiefer Sand, kleine Seen (oder riesige Monsterpfützen), halt alles was das Endurofahrerherz zum Leuchten bringt. Während die Könner relativ problemlos diese heftigen Passagen meisterten, wurde das Eis für die weniger Guten ziemlich dünn. Für den einen oder anderen schon entkräfteten Fahrer war hier Schluß.
Legendär war hier der Kollege, der nach diversen Versuchen das Hinderniss verweigerte und einer Gruppe Zuschauer untersagt zu lachen. Das war ja auch fies.

Zum Abschluß guckten wir nochmal im Fahrerlager vorbei. Alle Teilnehmer total verschlammt und erschöpft, wir auch und so gings ab nach hause in Richtung Hamburg.

Zusammenfassung

In Kaltenkirchen waren viele deutsche Topfahrer am Start, die uns ein ordentliches Spektakel gezeigt haben. Aber auch denen, die unter Umständen das Rennen nicht beenden konnten, gilt mein vollster Respekt. Endurofahren ist koordinativ, technisch anspuchsvoll, erfordert eine enorme Ausdauer und Mut die Hindernisse, trotz Erschöpfung zu meistern.
Der Stellenwert für solchen Motorradveranstaltungen ist in Deutschland ja leider sehr gering, aber es lohnt sich. Geht hin! Der Zuschauer wird eingebunden, ist nah an der Strecke, kann die Position wechseln, sogar den Fahrern helfen sich aus dem Schlamm zu befreien und das ganze ohne Eintritt ;-)

Ergebnis:
1.Marco Neubert
2.Davide von Zitzewitz
3.Christian Weiß

 

Von ca. 240 Fahrern kamen übrigens nur ca. 100 ins Ziel.

Links:

www.msc-kaltenkirchen.de

www.enduro.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Enduro

Video


Fahrerbereich

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Fahrerbilder nkel Toms Hütte

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Kommentare: 3
  • #1

    Jennifer (Dienstag, 22 März 2016 09:41)

    Geile Sache!
    Kann man den auch selbst, außerhalb vone inem Rennen, auf der Strecke fahren? Das wäre ja mal was richtig geiles!

  • #2

    Dominik (Montag, 18 April 2016 09:21)

    Würde mich auch interessieren ob man einfach mal so mit dem Bike ne Runde drehen darf. Bin für meinen Blog immer auf der Suche nach neuen Strecken.... Gruß Dom

  • #3

    Rossi (Montag, 18 April 2016 09:25)

    Hi Dominik und Jennifer!

    Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen...
    Aber Ihr könnt doch mal beim MSC Kaltenmkirchen anfragen, was da so geht...

    LG-Rossi