Gebrauchtpreisirrsinn!

Kann das wahr sein?

Honda CRF250L
Da ist sie-Die neue CRF250L

Endlich geht es wieder los! Aber tut mir leid, ich muss motzen! Warum? Es geht um die Preise für Gebrauchtmotorräder (und hierbei besonders um die für die alten Gurken). Ich meine das kann doch alles nicht wahr sein. Wer hat sich diese inflationäre Preistreiberei ausgedacht? Ihr tut Euch doch selbst keinen Gefallen damit, denn auch für Euch sind die gebrauchten Bikes schweineteuer, es sei denn Ihr kauft ausschliesslich Neufahrzeuge.

 

Ich finde es wirklich unglaublich! Ich gucke mir eine alte Möhre mit 60.000 Kilometern an, der optische Zustand ist ganz ok, naja hier und da ist die Verkleidung in Eigenregie repariert und mit einer Spraydose lackiert worden. Der Verkäufer gibt mir zu verstehen, dass die Möhre gerade mal eingefahren ist und noch gut und gern 100.000 – 200.000 Kilometer laufen wird. Wer`s glaubt... Ich weiß selbst, dass die schwarze klebrige Brühe, die aus dem Motor läuft mich nicht beunruhigen muss-kann ich ja nachfüllen. OMG! Der ganze Eisenhaufen wird dann € 2,50 unter Neupreis angeboten.

Nee, will ich nicht, kannste behalten!

Meine Transalp - Teuer, aber ok!

Meine Transalp habe ich auch eher teuer erstanden. Hier kann ich aber noch die Gründe nachvollziehen, warum das Preisniveau relativ hoch war. Die Kiste war gerade mal 17.000 Kilometer gelaufen, sah aus wie neu, keine Kratzer oder so, alle Inspektionen durchgeführt , diverse Zubehörteile (inkl. originalem Kram dazu) und natürlich vom Händler mit Gewährleistung. Dafür muss man bezahlen und da habe ich auch nichts dagegen. Das ist in Ordnung.

Ich bin echt sauer!

Was mich aber auf die Palme bringt ist meine Suche nach einer kleinen Enduro- oder Crossmaschine. Da gibt es die schönsten Teile von Honda (XL250), Kawasaki (Klx), Suzuki (Drz400/Dr 350), aber natürlich auch KTM, GasGas, Husqvarna etc. bieten feinste Modelle an.

Erstmal ist es nun so, dass diverse „Crosser“ keine Strassenzulassung haben. Ok, da kann man vielleicht etwas machen, habe ich mich aber nicht drum gekümmert, da die Teile eh oft um die 4.000 Euro kosten und mir das viel zu teuer sind. Wenn ich das schon immer lese: Kolben vor 2 Stunden gewechselt, Motorrad erst 5 Bh (Betriebstunden) gelaufen. Da scheint man mehr zu schrauben, als sonstwas. Nix für mich.

 

Generell ist es ja eh so, dass man davon ausgehen kann, dass mit Enduros in ihrem Leben ganz anders umgegangen wird, als mit Strassenmaschinen. Die werden über Wiesen und Waldwege gejagt, durch Wälder getreten, ruckeln über Baustämme, ständig auf die Seite gelegt und kaputt gekuppelt. Also ziemliche Belastungen.

Wenn ich dann lesen, dass jemand für eine 1987er Klx ca. 2.000 Euro haben will, haut es mich um (die Reifen bei diesen Kisten sind dann auch bei ca. 10% und müssen getauscht werden, was man eh machen muss, da der TÜV schon seit 4 Jahren abgelaufen ist))!

Nicht alle Latten am Zaun, oder was?

Anderes Angebot bei ebay Kleinanzeigen: Suzuki DRZ 400 von sonstwann für nur 2.400 Euro – allerdings mit Kolbenfresser (vermutlich). Hä? Gehts noch? Das muss man sich einmal vorstellen diese ganzen verranzten Kisten aus den 80er und 90er Jahren sollen zw. 2.000-3.500 Euros kosten. Nee, ohne mich. Ersatzteile gibt es wohl auch nicht mehr so richtig und optisch sehen die oft aus, wie durch den Fleischwolf gedreht. Diese Preise gehen mir auf den Zeiger. Da mach ich nicht mit.

Was tun?

Alternativ bleibt immer noch eine 250er KLX, Baujahr 2010 oder 2011, mit 2.500-5.000 Kilometern gelaufen. Sieht zwar nicht so cool aus, wie eine alte Crosse, egal. Die bekomme ich sogar vom Händler zw. 2.500 und 3.000 Euro und das erscheint mir dann schon wieder realistisch. Nur 500 Euro mehr für einen fast neuen Hobel. Jetzt muss es jeder merken, die alten Kisten sind überteuert.

 

Vielleicht reiche ich demnächst eine Online-Petition für eine Preisbindung bei gebrauchten Moppeds ein!? Seid Ihr dabei? :-)

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