#motwunschBu

Was wünsche ich mir für mein Hobby?

03 Dez 2014 - Ein Nachtrag am Anfang:

 

Eine tolle Aktion, an der 20 Blogger teilgenommen haben. Eine Linkliste zu den anderen lesenswerten Blogs findet Ihr hier:

 

https://griesgram999.wordpress.com

 

Bloggerkollege Griersgram999 bat um folgendes:

 

"Ich möchte Dich bitten am 1. Dezember 2014 einen Blogbeitrag, mit Deinen Wünschen an die Motorradwelt zu veröffentlichen."

 

Hier mein Beitrag: #motwunsch

Ein Wunsch

 

Es gibt gar keine andere Möglichkeit. Nur EIN Wunsch ist für uns Motorradfahrer wirklich möglich. Es ist: tatatata... Der autofreie Sonntag. Was könnte uns glücklicher machen? Nichts!

 

Einige von Euch werden sich ja noch erinnern, am 25.11.1973 war es soweit. Die Ölkrise schenkte uns diesen autofreien Tag. Nahezu alle Autos durften an diesem Sonntag nicht fahren. Motorräder allerdings auch nicht. Dies wäre bei meinem Wunsch natürlich anders.

 

Freie Fahrt für alle Moppeds.

 

Schluß mit der Angst vor irgendwelchen Irren, die unser Leben riskieren. Wie schön wäre es über eine Landstrasse zu cruisen, vielleicht etwas schneller als mit 70km/h und ohne das Gefühl, dass ein lustig pfeifender Landwirt seinen Traktor, ohne Rücksicht auf Verluste, aus einem Feldweg auf die Strasse schiebt.

 

Stellt Euch das mal vor!

 

Auch Großstädte haben ihren Reiz. Hier gibt es soviel zu entdecken, besonders wenn man sich auch mal umschauen kann und nicht damit rechnen muss, dass man von einem sms tippenden Fahranfänger abräumt wird. Stellt Euch das einmal vor: Keine Spurwechsel ohne das in Mode gekommene „Nichtblinken“, keine plötzlichen und überraschenden Wendemanöver von Autos (am liebsten bei duchgezogener Linie), keine Kisten, die aus einer Parklücke schiessen.

Ja so, genau so könnte uns das Spass machen.

Die Heizerfraktion könnte dann ja auf der Autobahn Stulle geben.

Die Glücklichen in bergigen und hügeligen Regionen könnten entspannt die Serpentinen hoch- und runterfahren, ohne nach jeder zweiten Kurve mit 5 km/h ausgebremst zu werden. Das könnte Spass machen.

Gut, dass das alles nicht so laufen würde ist mir schon klar. Die Fahrweisen von uns sind einfach zu unterschiedlich. Die Einen zimmern halt gerne mit den Knien am Boden einen Berg hinauf, die Anderen cruisen gerne gemütlich hoch. Das ist natürlich schwer zusammenzubringen. Aber so ein Idealbild von freien Strassen nur für uns, für wenigstens einen Tag im Jahr – Das hat doch was!?

 

Moppedfahrer leben gefährlich

 

Ich habe in den Jahren seit dem ich wieder mit dem Moppedfahren angefangen habe gemerkt, wie gefährlich der Spass geworden ist. Ich hatte das gar nicht so in Erinnerung:

 

Bin ich spiessig geworden oder war der Verkehr früher sortierter?

Welcher Autofahrer blinkt schon noch rechtzeitig?

Wer guckt in den Rückspiegel vor dem Überholen?

Wer hält lieber Mal an bevor er losfährt, wenn er einen Motorradfahrer sieht?

 

Später heisst es dann immer, dass xy den Motorradfahrer übersehen hätte und der vermutlich eh viel zu schnell war.Mich nervt das! Ich versuche auch umsichtig zu fahren, warum können das nicht alle? Das ist nicht schwer!?

 

Glück gehabt!

 

Ich möchte noch 2 Beispiele nennen die mir bewußt gemacht haben worauf ich mich da täglich einlasse:

 

U.schi (meine Freundin) und ich fuhren eine Landstrasse in Schleswig Holstein entlang. Gemütlich. Eine einzige Gerade. Über etliche Kilometer. Vor uns tauchte irgendwann ein alter Benz auf und tuckerte mit 50-60 Sachen die Strasse entlang. U.schi, die vor mir fuhr folgte dem Benz langsam. Der blinkte irgendwann rechts, wir dachten er will abbiegen. Tat er aber nicht, so dass U.schi davon ausgehen konnte, dass der Fahrer uns ein Zeichen geben wollte. Sie entschied sich dann zu überholen, ich auch. War ja ne Gerade, das Auto vor uns langsam und keine sonstige Gefahr in Sicht. Der gute Mann blinkte daraufhin plötzlich und ohne Vorwarnung nach links. Herzstillstand bei uns. Uschi voll in die Eisen, ich voll in die Eisen, Benz fährt weiter. Ein einziges Gequitsche und Gerutsche. Wie durch ein Wunder sind wir beide sitzengeblieben.Die Situation hätte aber natürlich auch im Krankenhaus oder schlimmer enden können.

Der Fahrer, den ich mir später aus der Nähe ansah, war Ende 80 und sich keiner Schuld bewußt. Aus dem Auto konnte er ohne Hilfe übrigens nicht mehr aussteigen. Ich glaube ihr wisst wovon ich spreche?

 

Die zweite Situation trug sich im „Alten Land“, bei Buxtehude zu. Immer schön die Hauptstrasse am Deich entlang. Hier kann man nicht schnell fahren, da eng, voll, viele Ortschaften etc. Fast alle Biker halten sich auch daran, wenn man heizen will gibt es wahrlich bessere Orte. Wir tuckern also fröhlich vor uns hin, freuen uns über Sonne und Apfelblüte und kommen in eine Ortschaft. Ich sehe an einer Kreuzung ein Auto mit vier Jugendlichen an Bord, die sich angeregt unterhalten. Das Auto hält an. Ich nähere mich. Der Fahrer guckt mich an und fährt los! Waaaaaaas? Ist der Irre??? Der hat mich nicht gesehen? Der Arsch fährt mir direkt vor`s Mopped. Ich kann den Lenker gerade noch nach links reissen, aber nur weil ich so langsam fahre. Am Ende fahre ich neben ihm und sehe, dass er sich keiner Schuld bewußt ist. Keine entschuldigende Geste, nichts. Da kann man nur aggressiv werden-gut dass ich mich im Zaum halten kann.

 

Viele von uns (Motorradfahrern) hat es dieses Jahr wieder bei solchen Scheiss Situationen erwischt, die sind nicht so glimpflich davon gekommen. Unnötig. Ich kann nicht mehr als meinen Fahrstil anpassen und aufmerksam defensiv fahren.

 

Aber wäre es nicht schön, wenn wir wenigsten einmal im Jahr unbesorgt fahren könnten.

 

Schenkt uns bitte den autofreien Sonntag :-)

 

Euch eine schöne Adventszeit!

 

Iniziiert wurde diese"Blogparade von : Griesgram999

 

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